Buddhismus & Erleuchtung

Religion ohne Gott: Der blendende Schein des Buddhismus…

 

»Hab Acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stücken!
Denn wenn du das tust, wirst du dich selbst retten und die, die dich hören« (1. Timotheus 4:16)

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Buddhismus: Weg zur Erleuchtung?

»Aber der Herr sprach zu mir: Diese Propheten weissagen Lüge in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt und ihnen nichts befohlen und nicht zu ihnen geredet. Sie predigen euch falsche Offenbarungen, nichtige Wahrsagung und ihres Herzens Trug« (Jeremia 14:14)

Bhumisparsha Mudra (die Erde berühren) Buddha: Die Erde ist Zeuge (vgl. Christus: Der Himmel ist Zeuge)

Bhumisparsha Mudra
(die Erde berühren)
Buddha: Die Erde ist Zeuge
(vgl. Christus: Der Himmel ist Zeuge)

Buddhas Zeugenschaft rührte von der Erde her (die Erde ist Zeuge). Christus Zeugenschaft hingegen rührte vom Himmel her (der Himmel ist Zeuge). Bei Jesu Taufe bezeugte Gott ihn als seinen geliebten Sohn an dem er Wohlgefallen hat und der Heilige Geist kam auf ihn herab wie eine Taube.

»und der Heilige Geist stieg in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf ihn herab, und eine Stimme ertönte aus dem Himmel, die sprach: Du bist mein geliebter Sohn; an dir habe ich Wohlgefallen!« (Lukas 3:22)

Es heisst, als Siddhartha Gautama die Erleuchtung erlangte berührte er (in Meditationshaltung sitzend) mit der Rechten die Erde, um sie als Zeugin für seine bisherigen Verdienste anzurufen und sein Anrecht auf Erlangung des höchsten Zieles, des Bodhi, zu unterstreichen (Bhumisparsha Mudra). Er sprach: »Die Erde ist mein Zeuge«.

Buddha werden verschiedene Eigenschaften und verschiedene Gesten zu geschrieben. Zu letzterem gehört das Bhumisparsha Mudra. Übersetzen kann man es mit »die Erde berühren« – und verstehen kann man es als die Vereinigung von relativer (vgl. Platon: Welt der Erscheinungen) und absoluter Wahrheit (vgl. Welt der Ideen).

Der Buddhismus (oft auch als atheistischer Hinduismus betrachtet) machte im Verlauf seines Bestehens eine Entwicklung durch: von der ursprünglichen Lehre des Buddha, des Theravada-Buddhismus (Lehre der Alten), hin zum Mahayana-Buddhismus und später zum Tantrayana-Buddhismus.

Im Theravada-Buddhismus soll jeder für seinen individuellen Verdienst wirken und für sich persönlich die Erleuchtung erlangen, bzw. sich selbst erlösen. Die Existenz oder Hilfe von unsichtbaren Wesen wird abgelehnt; nur Werke wie die Einhaltung bestimmter Gebote, Meditationen und die Darbringung von Opfergaben sollen zum Nirwana führen.

Aus der Sicht der Mahayana-Buddhisten (Maha = gross; Yana = Fahrzeug oder Rad) wird diese Form der Erleuchtung in gewisser Weise abwertend Hinayana (Hina = klein) genannt. Sie wird als eine kleinere Erleuchtung eingestuft, weil die Praktizierenden nur an ihrer eigenen Erleuchtung interessiert sind und sich nicht mit allen leidenden Wesen verbinden, um auch ihnen den Weg zum Nirwana zu ermöglichen. Die Anhänger des ursprünglichen Buddhismus behaupten aber:„Mahãyãna ist nicht [als Buddhas Wort] gesichert“ (243). Sie wollen sich nur auf die alten Schriften des Pali Kanon stützen.

Der Buddhismus lehrt, dass alles aus dem Nichts entstand und demnach auch alle Wesen im Kern leer (ohne eigenständige Existenz) sind. Die Erkenntnis ein Nicht-Selbst (Anatman) zu sein, ist nicht nur Ansatz, sondern auch Ziel des Buddhismus. Diese Erkenntnis entsteht, indem negative Emotionen, die das illusorische Selbst binden, überwunden werden und Erleuchtungsgeist entwickelt wird. Der „erleuchtete Zustand“ ist eine Auflösung dieses illusorischen Selbst hinein in ein kosmisches All oder Nichts. Werte wie Frieden, Mitleid, Gelassenheit und Freude dienen im Buddhismus dazu, positive Energie (Karma) zu kreieren, um so das Ziel des Zustands der Leere zu erlangen. Die genannten Tugenden sind somit nicht nur allgemein zu bejahende Werte, sondern ein Mittel auf dem Weg zum Ziel.

Christentum: Kernaussage des christlichen Glaubens ist die Selbstoffenbarung des biblischen Schöpfergottes in seinem Sohn, dem Erlöser. Daraus ergibt sich, dass der Mensch Gottes individuelles Geschöpf ist, dem er ganz persönlich eine Seele und damit eine eigene Persönlichkeit verliehen hat. Die Seele wird zu seinem wahren Sein erlöst durch die Verbindung mit dem Erlöser Jesus Christus.

Für Christen sind Friede, Freude, Liebe, etc. nicht ein Mittel auf dem Weg zum Ziel – Menschen könnten das niemals leisten. Sie sind Gaben Gottes als Frucht des Lebens mit Gott. Die Frucht ergibt sich aus der Verbindung mit dem Geist Gottes und Jesus Christus. Deswegen wird ein Christ zuallererst nach einer vertieften Verbindung mit Gott durch Jesus Christus streben.

Die entscheidende Frage in der Auseinandersetzung zwischen Buddhismus und christlichem Glauben lautet dann auch: Gibt es einen Gott oder nicht? Sind wir demnach von Gott geschaffene individuelle Persönlichkeiten oder sind wir leer ohne eigenständige Existenz? Letztlich sind beide Behauptungen in ihrer Tiefe nicht beweisbar, sondern eine Glaubensannahme. Wichtig ist es, diese unterschiedlichen Glaubensannahmen zu erkennen und so klar wie möglich zu beschreiben. [1]

Weg zur kollektiven Erleuchtung

Shãntidevas Lehrgedicht enthält die typisch mahayana-buddhistische Lehre: Einerseits werden die ursprünglichen Wahrheiten Buddhas angenommen, andererseits wird Neues hinzugefügt.

Erweitert wird der schwierige Weg zur Erleuchtung nicht nur durch das Hilfsangebot in Form von Gurus, sondern auch durch transzendente Buddhawesen und den Erleuchtungsgeist (Bodhicitta). Weitere Zusatzlehren im Mahayana sind die Akzeptanz des Laientums als Teil der Sangha (buddhistische Gemeinschaft), die Möglichkeit, durch Anbetung (Mantra-Rezitation) von Buddhawesenheiten Verdienste zu erwirken, die Option, in einen Buddhahimmel (eine für die buddhistische Praxis optimale Lebenssphäre) wiedergeboren zu werden und nicht zuletzt die Möglichkeit, weltliche Gelüste als Mittel auf dem spirituellen Weg betrachten zu können.

Eine typisch mahayana-buddhistische Annahme ist, dass durch eigenen Verdienst anderen geholfen werden könne. »Das Mahãyãna« stimuliert das Meditieren über »die Leerheit«. Sowohl das eigene Ich, als auch das der anderen bestehen nicht wirklich. In der Einheit mit anderen (an sich leeren) Wesen löst sich ein Meister oder ein Adept völlig auf. Er erreicht einen höheren Grad der Erleuchtung, indem er bewusst auf seine individuelle Erleuchtung verzichtet und sich bemüht, nur für andere leidende Wesen da zu sein (Bodhisattva-Ideal).

Ein Verständnis des spirituellen Gehalts der Lehre wird erst durch die Einweihung erlangt. Dabei findet eine energetische Übertragung vom Meister (Guru) auf den Schüler statt. Diese Form des Buddhismus setzte sich – interessanterweise – erst in der Zeit nach der Geburt Christi durch. Das ist deswegen so interessant, weil Jesus Christus Gottes Hilfsangebot für die ganzen Menschheit war und gerade in dieser Zeit im Buddhismus die Mahayana-Lehre sich durchsetzte, worin ebenfalls eine gewisse Hilfe von aussen angeboten wurde.

Christentum: Mit Christus ermöglichte Gott den Weg der Erlösung. Gott sprach von einem neuen Bund. Nicht mehr die Einhaltung der mosaischen Gebote und die Darbringung von Opfergaben sollten Schuld verhindern oder bereinigen, sondern Gottes gnädiges und vergebendes Handeln wurde Inhalt des Bundes. Grundlage der Vergebung liegt im Sterben und in der Auferstehung Jesu Christi und in der persönlichen Inanspruchnahme dieses Geschehens. Rettung im Sinne des Christlichen Glaubens besteht in der Wiederherstellung der Beziehung zwischen Gott und einem Menschen durch eine Handlung, die völlig von Seiten Gottes initiiert und geleistet wurde.

Im Mahayana-Buddhismus ist zwar die Rede von einer gewissen Hilfe aus der sichtbaren und unsichtbaren Welt. Diese Hilfe bezieht sich aber nicht auf Gott. Auch ist sie nicht absolut, wie Gott sie in Christus schenkt; der Hauptteil der Leistungslast liegt beim Adepten, der sein Verhalten mit dem Erleuchtungsgeist im Einklang bringen soll.

Befreiung vom Leiden durch Lebensverneinung Shãntideva lehrte, dass der Mensch in einem gebundenen, negativen Seinszustand lebt, aus dem er Befreiung braucht. Nicht nur Menschen, sondern auch alle Wesen, wie Tiere, hungrige Geister, Höllenwesen und »Götter« brauchen in ähnlicher Weise Befreiung. Der gebundene negative Seinszustand wird im ersten Glaubensgrundsatz des Buddhismus mit den Worten »das Leben (alles Leben) ist Leiden« ausgedrückt.

In den Versen Shãntidevas wird die Frauen- und Familienfeindlichkeit des Buddhismus deutlich: Sexualität, selbst in der Ehe, gilt als bedeutungslos und verwerflich, da sie unrein macht. »Wenn ihr sagt, ihr hättet kein Verlangen nach Unreinem, warum vereinigt ihr euch dann mit den Lenden anderer? Was sind sie anders als durch Sehnen zusammengebundene Knochenkäfige, vom Schlamm des Fleisches überpflastert?«. Die buddhistische Lehre zeigt eine grosse Verachtung für das natürliche Leben. Zwischen einem lebendigen und einem toten Körper, zwischen den Exkrementen und dem Körper, wird in Shãntidevas Schriften kein Unterschied gemacht.

Bibel: Im Alten Testament bewirkte das Berühren eines Toten zwar noch Unreinheit (4. Mose 19:11), dies aber nur für einen Zeitraum von sieben Tagen. Die Reinheitsgebote dienten der äusseren Reinigung. Sexualität innerhalb der Ehe gehört zum guten Plan Gottes und ist als ganzheitliche Verbindung zu sehen, in der Körper, Seele und Geist eins werden. Der Mensch ist nach dem Ebenbild Gottes und demnach in Gottes Augen »sehr gut« geschaffen worden (1. Mose 1:26.31). Darum hat der Mensch eine Sonderstellung vor Gott und bekommt den Auftrag, über die Tiere zu herrschen (1. Mose 1:28). König David dankt seinem Schöpfer, dass er wunderbar gemacht ist (Psalm 139:14).  [1]

Mitgefühl als Mittel zum Zweck

Der Buddhismus kennt nicht die strikte Trennung zwischen Gut und Böse. Aufgrund »höherer Einsicht« kann sich ein Bodhisattva für Handlungen entscheiden, die Christen als absolut böse einordnen würden. Nicht nur die höhere Erkenntnis eines Bodhisattvas kann das Gesetz aufheben, sondern auch ein konzentrierter, geprüfter Geist. Nach Shãntideva handelt jemand mit einem gefestigten Geist grundsätzlich richtig. Ausschlaggebend ist die Geisteshaltung und nicht die Handlung, das heisst eine negative Tat, ausgeführt mit einem konzentrierten Geist, kann eine richtige Handlung sein.

Häufig wird Mitgefühl als rein geistige Übung gesehen. Mitgefühl wird ausgeübt, indem sich der Adept betend Wesen in unterschiedlichen leidvollen Situationen vorstellt und ihnen Befreiung vom Leiden wünscht. So werden z.B. Wesen in den niedrigen Daseinssphären: Höllen, hungrige Geister (Pretas) und Tiere durch Sprüche gesegnet.

Mitgefühl – ohne mitzufühlen: Auf keinen Fall darf das Üben von Mitgefühl zu enger Vertrautheit führen, denn sogar Freunde oder Familienmitglieder können den Adepten in einem Beziehungsgeflecht binden. Der Adept soll sich lieber schon zu Lebzeiten zu den Toten zählen, indem er sich in Einsiedelei begibt.

Helfen darf nie eine Beziehung zum Notleidenden bewirken, denn dann würde das Ich abhängig von ihm. Wenn nur an das Wohl der anderen gedacht wird, wird der Geist dagegen frei von den um sich drehenden Gedankenkonzepten. Darum sollte der Adept sich von eigenem Glück trennen, Fehler anderer auf sich nehmen, andere loben und eigene positive Eigenschaften nicht erwähnen, Selbstgefälligkeit vernichten, nie mit sich zufrieden sein und den Körper nicht umsorgen. Das Wichtigste soll die eigene meditative Ausgeglichenheit sein, wobei das Selbst sich im erleuchteten Zustand der Leere auflöst.

Motivation und Ziel des Mitgefühls – ausgedrückt in guten Gedanken und Handlungen anderen gegenüber – ist also das Erlöschen des eigenen Ichs, verbunden mit dem Wunsch, weitere leidenden Wesen in diesen Zustand zu führen.

Christentum: Das christliche Verständnis von Mitgefühl und Barmherzigkeit erläutert Jesus in der Geschichte vom barmherzigen Samariter (Lukask 10:25-37). Im Gegensatz zu einem vorübergehenden Priester und einem Leviten übt ein Samariter am Überfallenen Barmherzigkeit, indem er zuerst innerlich bewegt ist und zweitens die Wunden des Verletzten pflegt. Drittens trägt er weitere Sorge, indem er ihn zu einer Herberge bringt und für seine weitere Pflege zahlt. Dabei steht nicht die Erleuchtung oder das Seelenheil des Samariters im Mittelpunkt, sondern die leidende Person. Der barmherzige Akt des Samariters ist eine Reaktion auf die Gefühle seines Herzens gegenüber einer konkreten Notlage. Auf dieser Grundlage sind weltweit aktive diakonische Werke oder Hilfsorganisationen entstanden.

Mitgefühl im Buddhismus zielt immer auf den anzustrebenden Zustand der Erleuchtung hin, da nur dieser Zustand leidfrei ist. Es bedeutet, keine Gefühlsregung im Sinne einer persönlichen Zuneigung aufkommen zu lassen. Dies würde ein Rückschritt in ein persönliches Empfinden und damit eine Bindung bedeuten, denn das Ziel ist, sich und andere als nicht-existent wahrzunehmen. Dieses Verständnis, dass der Mensch sein Leben oder seine zukünftigen Leben durch sein Handeln selbst kreiert (Karma), macht Diakonie unnötig.

»Mitgefühl« im buddhistischen Sinne kann auch ohne Tat fruchtbar sein. In Bodhgaya, dem Ort wo Buddha die Erleuchtung erlangt haben soll, gibt es seit einigen Jahren eine Einrichtung, in der Bettler ein warmes Essen bekommen. Dieses wurde jedoch erst durch christlich geprägte Ausländer aufgebaut. [1]

Der Geist der Erleuchtung: Bodhicitta

»Ich taufe euch mit Wasser zur Buße; der aber nach mir kommt, ist stärker als ich, und ich bin nicht wert, ihm die Schuhe zu tragen; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen« (Matthäus 3:11)

Da der Weg zur Erleuchtung schwierig ist,  braucht der »Adept« die grösste Tugend, nämlich  den »vollendeten Geist der Erleuchtung Bodhicitta«, durch den er ein Kind der Buddhas wird . Das Entfalten dieses Geistes kann allen Lebewesen zur Erleuchtung verhelfen.

Buddhismus: Der 8fache Pfad zur „Befreiung“

Sonnenrad im Buddhismus:
Dharmachakra: Jokhang Tempel Lhasa
Rad des Gesetzes (Dharma=Gesetz, Chakra=Rad)
8 Speichen: Der 8fache Pfad zur »Befreiung«

Der einnehmende Erleuchtungsgeist zeigt sich  also einerseits als personaler, liebevoller Geist,  der Verdienstvolles, Segensreiches, Schutz und sogar Sündenbefreiung (nicht Vergebung)  bewirkt, andererseits aber auch als gnadenloses Prinzip, welches keine Vergebung kennt (Höllenleid).

Er soll aus der Sphäre der Buddha »herabkommen« und im Adepten aufgehen. Er bewirkt im Adepten  T ugenden und positive Taten. Nachdem  dieser den neuen Geist empfangen hat und sich  in und an ihm völlig verloren hat, wird er zum buddhistischen Missionar, indem er alle Wesen zur Buddhaschaft einlädt.

Um Bodhicitta zu empfangen, werden den Buddhas und Bodhisattvas Opfergaben dargebracht. Diese können materiell sein, betont  werden aber diejenigen, die im Bewusstsein erzeugt, d.h. sich vor dem »inneren Auge« vorgestellt (visualisiert) und im Geist übergeben werden. Opfergaben sollten auch spirituellen Lehre rn  (Gurus) und »Reliquien« dargebracht  werden. Dadurch erfährt der Adept den Schutz  dieser Wesen, die ihn befähigen, furchtlos zu  sein und keine negativen Taten mehr begehen  zu müssen.

Der Empfang des Bodhicitta

Der Geist Bodhicitta hat das Ich oder die Persönlichkeit komplett verschlungen. Er wird weder gesehen noch wahrgenommen, »wie eine Schwertklinge sich selbst nicht schneiden  oder das Licht sich nicht selber erhellen könne« Eine Reflektion über ihn ist ausgeschlossen.

Zum Empfang dieses Geistes werden im tibetischen Tantra-Buddhismus Einweihungsrituale  durchgeführt. Dabei werden Menschen in das  geistige Kontinuum einer Buddhawesenheit  eingeführt .

Der Dalai Lama hat am 10. August  2005 ein solches Ritual in Zürich abgehalten. Wie  die Teilnehmer im Jahr 2002 in Graz im Geist  des Kalachakra »getauft« wurden, so wurden sie in Zurück im Geist Chenrezigs (oder Avalokiteshvaras) »getauft« werden. Haupteigenschaft  Chenrezigs ist die Qualität des Mitgefühls, die  durch den Bodhicitta-Geist vermittelt werde .

Chenrezig (oder Avalokiteshvara) ist die wichtigste Buddhaform Tibets. Die bekannteste Form  seiner Erscheinung ist eine androgyne stehende  Gestalt mit tausend Armen und elf Köpfen. In jeder seiner 1000 Hände ist ein Auge. Dies soll die  Einheit von Weisheit (das Auge) und Tat (die  Hand) symbolisieren. Von seinen elf Köpfen sind  zehn friedlich. Ein Kopf hat einen zornigen Ausdruck (die Art des Bodhisattva Vajrapani). Wie  bei Kalachakra, verkörpert also auch diese Gestalt Friedliches und Zorniges in einem.

Jedes Buddhawesen kann gemäss der tantrischen Lehre in einer friedvollen  und in einer schrecklichen Form erscheinen. Tibetische Buddhisten sehen darin keinen Widerspruch. Im Buddhismus können aufgrund einer  »höheren Erkenntnis« Handlungen begangen  werden, die der Christliche Glaube eindeutig als  böse bewertet. Dieses Denken kommt in Chenrezigs Gestalt in abgeschwächter Form zum  Ausdruck, Im Kalachakra ist die Einheit von  Frieden und Zorn viel krasser dargestellt. Der  Dalai Lama übermittelt seinen Schülern durch das Chenrezig-Einweihungsritual den Geist des Bodhicitta. Dieser soll die Persönlichkeit als Quelle  aller Leiden auslöschen. Hinter Chenrezig und  dessen Geist Bodhicitta, der weder gesehen  noch wahrgenommen werden kann, verbirgt  sich aus biblischer Sicht ein »Nicht-Gott« mit einer dämonischen Wirkung.

Christentum:  Jesus sprach seinen Jüngern den  Heiligen Geist zu (Johannes 20:22), der ihnen Trost  und Beistand sein und sie in alle Wahrheit führen würde (Johannes 16:13). Dabei wird die Persönlichkeit der Jünger nicht ausgelöscht werden. [1]

Magische Rituale sind Teil politischen Handelns

»und das Licht der Lampe soll nicht mehr in dir leuchten, und die Stimme des Bräutigams und der Braut soll nicht mehr in dir gehört werden. Denn deine Kaufleute waren Fürsten auf Erden, und durch deine Zauberei sind verführt worden alle Völker«  (Offenbarung 18:23)

Tian Tan Buddha auf Lantau Island (Hongkong)

Tian Tan Buddha
Lantau Island (Hongkong)
(1993 »eingeweiht«)
Die weltgrößte freistehende Buddhastatue

Der Dalai Lama steht an der Spitze einer Theokratie. Das heisst, Religion und Politik sind untrennbar miteinander verwoben. Ein typisches Beispiel dafür ist die Rolle des „Nechung-Orakels“, das regelmässig vom Dalai Lama konsultiert wird. Ein Mann wird in Ekstase von einem zornigen Dämon besessen und gibt dann in Trance Ratschläge für politische, wirtschaftliche und soziale Fragen. Dazu der Dalai Lama: »Ich glaube nicht nur an Geister, sondern an verschiedene Arten von Geistern! [..]. Zu dieser Kategorie gehört das Staatsorakel Nechung (Pehar). Wir halten diese Geister für zuverlässig, denn sie haben eine lange Geschichte ohne jede Kontroverse in über 1000 Jahren«, sagte er dem Tages-Anzeiger am 23. März 1998.

Wie wichtig die Götter sind, zeigen die andauernden internen Kämpfe zwischen den verschiedenen Mönchsorden. Die so genannte Shugden-Affäre wurde deshalb bekannt, weil an einem hohen Vertreter einer andern Lehrmeinung ein Ritualmord durchgeführt wurde. Streitpunkt war, welche Gottheit wichtiger sei. Die Richtung des Dalai Lamas setzte sich durch.

Hier beginnt das eigentliche – sorgsam ausgeblendete – Dilemma für die Buddhisten. Einerseits ist der Dalai Lama zur repräsentativen Lichtgestalt des gesamten Buddhismus aufgerückt. Er erwähnt darum häufig Begriffe wie Achtsamkeit und Mitgefühl, um einem populären, freundlichen Buddhismus das Wort zu reden. Andererseits ist er der höchste Vertreter ausgerechnet derjenigen Richtung des Buddhismus (Vajrayana, dh. diamantenes Fahrzeug), die finsterer, furchterregender und obskurer nicht sein könnte.

Wer würde vermuten, dass hinter der mönchischen Fassade pure Sexualmagie lebt, mit Ritualen, die einen das Fürchten lehren?! Es gibt genügend Literatur, die diese finsteren Kapitel ausführlich behandelt und soll an dieser Stelle nicht eingehender zitiert werden. Nicht zuletzt auch, weil viele Inhalte monströs und abstossend sind.

Dass sich Politik, Wissenschaft, Kirche und Medienwelt so unkritisch für das missionarische Anliegen des Dalai Lama einspannen lassen, ist auf dem Hintergrund dieser Tatsachen erstaunlich.

Im Vajrayana-Buddhismus geht es um die intellektuelle und geistige Eroberung neuen Territoriums. Damit diese gelingen kann, werden magische Techniken angewendet. Die Muttererde des zu erobernden Gebietes wird von den Lamas in einer Zeremonie mit einem Ritualdolch („phurbu“) durchstochen und fixiert. Danach werden Rituale durchgeführt und Sandmandalas errichtet.

Mandalas

Die Errichtung eines Mandalas ist ein politisch-magischer Akt. Durch das Zauberdiagramm kann ein Tantra-Meister den Ort seiner Konstruktion und das entsprechende Umfeld „energetisch“ besetzen und für sich in Anspruch nehmen. Menschen, die sich im Machtbereich einer Mandala-Architektur aufhalten, werden durch deren Energie beeinflusst, und ihr Bewusstsein wird durch sie manipuliert. Das Kalachakra-Sand-Mandala (»kala« = hind. für »schwarz« und »chakra« = »Kreis, Rad«) dient deswegen nicht nur der Initiation eines Adepten, sondern ebenso als okkulter Besitztitel, mit dem die Herrschaft über ein bestimmtes Territorium begründet wird. Man baut einen Zauberkreis (Mandala) und »verankert« ihn in der beanspruchten Region. Dann ruft man die Götter an und bittet diese, in dem »Mandalapalast« ihren Wohnsitz aufzuschlagen.

Das Mandala wird mit göttlichen Kräften »energetisiert«. Nachdem ein geografisches Gebiet durch ein Mandala (Kosmogramm) besetzt wurde, verwandelt es sich im buddhistischen Denken in ein sakrales Zentrum der buddhistischen Kosmologie. Jede Errichtung eines Mandalas bedeutet in der Folge auch die magische Unterwerfung der Einwohner der Region, in welcher der »Zauberkreis« errichtet wurde. Im Falle des Kalachakra-Sand-Mandalas transformieren sich deswegen die Plätze, auf denen es aufgebaut wurde, zu Herrschaftsdomänen der tibetischen Zeitgötter. Demzufolge ist der oberste Herr dieser Orte der Dalai Lama.

Kalachakra: Es ist das wichtigste Mandala-Ritual und wird ironischerweise in der ganzen Welt als »Friedensritual« dargestellt– Frieden im Sinne eines goldenen buddhistischen Zeitalters. In Tat und Wahrheit handelt es sich um ein apokalyptisches Ritual, das die letzte grosse Schlacht gegen alle Nichtbuddhisten heraufbeschwört. »Jeder, der das Kalachakra-Sand-Mandala bereitwillig und gläubig betrachtet, wird während des tibetischen ‚Neuen Zeitalters‘ – der Zeit der Erfüllung, die als goldenes Zeitalter von Shambhala bekannt ist – wiedergeboren. Der blosse Anblick genügt, um bei jedem fühlenden Wesen einen Entwicklungsimpuls in Richtung Erleuchtung im Geistesstrom auszulösen.«
Während der Initiation werden 722 Dämonen vom Lama entfesselt und im jeweiligen Gebiet freigesetzt. Anschliessend vereint er die Mächte in sich selbst.

Je häufiger dieses Ritual zelebriert wird, desto mehr Einfluss gewinnt es – nicht nur regional, sondern auch global. Darum wundert es nicht, dass der Dalai Lama dieses Ritual wo immer möglich durchführt. Ob in Lhasa, Dharamsala, Rikon, Bodh Gaya, Madison, Los Angeles, New York, Barcelona, Ulan Bator, Sydney, Bloomington, Basel (nur teilweise) oder Graz. Man schätzt, dass rund eineinviertel Millionen Menschen so initiiert wurden – von den Zaungästen abgesehen. Nicht berücksichtigt sind die vielen kleineren Einweihungen, die von weniger bedeutenden Geistlichen durchgeführt werden.

Die so angesammelte Energie beschleunigt den apokalyptischen Prozess, der den Rudra Chakrin (den zornigen Raddreher) mit seinen vernichtenden Heeren zur letzten Schlacht auf unserem Planeten hervorrufen wird. Diese Schlacht wird gegen alle Nichtbuddhisten geführt werden und findet in rund 400 Jahren statt. Wenig pazifistisch werden in Texten des Kalachakra Gestalten wie Adam, Henoch, Abraham, Moses, Jesus und Mohammed zur »Familie der dämonischen Schlangen« gezählt.

Der Hauptgegner der letzten Schlacht wird vor allem der Islam sein. Dem Dalai Lama ist es durch innerpolitische Intrigen und Machtkämpfe gelungen, alle unterschiedlichen Mönchsorden auf das Kalachakra-Ritual als Gemeinsamkeit einzuschwören.

Am Ende des eigentlichen Kalachakra-Rituals wird das Sand-Mandala zerstört. Das bedeutet, dass die im Mandala innewohnenden Energien der Zeitgötter jetzt auf den Guru, Mönch oder Lama übergehen. Die betreffende Person übernimmt die spirituelle Herrschaft über das entsprechende Gebiet. So werden auf der ganzen Welt durch Mandala-Zeremonien Städte und Dörfer in den spirituellen Herrschaftsanspruch des Dalai Lama gebracht.

Stupa

In weiteren Phasen werden Stupas (tib. »Chörten«, ein heiliges Monument, gefüllt mit Religquien und magischen Ingredienzien) errichtet. Jede zusätzliche Stupa bedeutet eine zunehmende Energetisierung einer Region, damit das jeweilige Land erfolgreich buddhisiert werden kann. Sie ist eine spirituelle Antenne, die universelle energetische Kräfte anzieht. Erst wenn sieben bestimmte Stupas errichtet worden sind, kann die entscheidende achte gebaut werden.

Auch in der Schweiz wird ein Stupa-Projekt, tatkräftig vorangetrieben: »Lopön Tsechu Rinpoche hat in Europa bereits mehrere grössere Stupa-Projekte begleitet. Rinpoches Wunsch ist es, in verschiedenen europäischen Ländern alle Stupa-Formen zu errichten. Bereits realisiert wurden die Stupas in Graz, Auenbüttel, Wuppertal, Schwarzenberg, Elista und Malaga«, wie auf der Homepage des Stupa-Projektes Schweiz, www.stupa.ch, nachzulesen ist. Was europaweit geschieht, ist auch weltweit geplant. So soll durch eine Dreiecks-Konstruktion diesem Ziel dienen. Tibet, New York und Graz sind die Standorte dreier Kalachakra-Statuen, die exakt die Körpermasse des Dalai Lama haben: »Es ist vorteilhaft und günstig, eine derartige Statue in Europa zu haben, um das weltumspannende Dreieck für den Weltfrieden zu vervollständigen«, wie auf einer Tibeter-Website nachzulesen ist.
Soweit die ritualmagische Strategie.

In der Regel werden unter dem Deckmantel der Kultur Rituale einem breiten Publikum – inklusive Politikern – schmackhaft gemacht. Tibet-Ausstellungen sind exotisch, der Buddhismus ist cool. In Schulen und Kindergärten werden eifrig Mandalas gemalt. Solidarität mit einem Volk im Exil ist politisch schick. Und wer möchte sich in der Öffentlichkeit nicht gerne neben einem freundlichen älteren Herrn sonnen, der zufälligerweise ein Gottkönig ist? Mitten im aufgeklärten Europa wird mit Begeisterung einem Gottkönig gehuldigt! Sie kommen alle, auch in der Schweiz! Die Magie des Gott-königs?

Die tibetische Lobby hat ein festes Standbein innerhalb der christlichen Kirchen gefunden. Ehemals evangelische und katholische Bildungsinstitutionen sind heute stark vom Buddhismus beeinflusst. Mönche und Theologen die zugleich als buddhistische Meister initiiert sind, verschaffen verschiedenen Strömungen Eingang in die kirchlichen Institute. Besonders beliebt ist die japanische Spielart, der Zen. Es verwundert daher nicht, dass der Dalai Lama 2003 sogar die Hauptattraktion am deutschen Kirchentage war.

Magische Okkupation unter dem Deckmantel von Kultur und Folklore, abgeschirmt durch westliche Adepten, die jegliche Kritik durch Symbolismus entkräften wollen – dieses Konzept hat jahrelang gut funktioniert. [1]

Buddhismus und Christus

Der Buddha und seine letzten Worte: »Alle Dinge sind unbeständig. Strebt weiter, achtsam!«
Dann versank der Buddha in einer tiefen Meditation, aus der er nicht mehr erwachte.

Die letzten Worte des Herrn Jesus: »Es ist vollbracht!«
Danach starb er am Kreuz und stand nach drei Tage wieder auf. Jesus lebt!

Die Botschaft Shãntidevas und somit des Dalai  Lama in Zürich besagt, dass der Mensch sich  selbst befreien kann. Demnach ist er hauptsächlich sich selbst gegenüber verantwortlich.  Die Befreiung findet durch gute Werke und viele spirituelle Übungen statt. Negative Taten  können zwar nie abgearbeitet werden. Es soll  aber durch positive Taten der Weg zur befreienden Erkenntnis des Nicht-Selbst gebahnt werden. Dann haftet er nicht mehr an der Illusion,  jemand zu sein.

Gemäss der christlichen Lehre sind wir Personen, tragen Verantwortung und sind gegenüber  dem realen Schöpfergott Rechenschaft schuldig. Aus Sicht der Bibel brauchen wir einen Erlöser, der uns wieder zu Gott führt und mit ihm versöhnt. Solange Menschen die gnädige, liebevolle Zuwendung Gottes in Jesus Christus,  den er als Erlöser gesandt hat, nicht annehmen,  lastet Schuld auf ihnen, die sie niemals abarbeiten können.

Shãntideva begründet in sieben Punkten, dass  es keinen Schöpfer als Ursache der Wesen geben könne. Buddha ist eine Kraft  und kein Schöpfer, obwohl diese Kraft in Statuen und Bildern als Person dargestellt wird, die  sehr mächtig ist.

Der Buddhismus lehrt, dass alles aus dem Nichts entstand und demnach  auch alle Wesen im Kern leer (ohne eigenständige Existenz) sind. Die Erkenntnis ein Nicht- Selbst (Anatman) zu sein, ist nicht nur Ansatz, sondern auch Ziel des Buddhismus.  Diese Erkenntnis entsteht, indem negative Emotionen, die das illusorische Selbst binden, überwunden werden und »Erleuchtungsgeist« entwickelt wird. Der »erleuchtete Zustand« ist eine  Auflösung dieses illusorischen Selbst hinein in  ein kosmisches All oder Nichts.

Werte wie Frieden, Mitleid, Gelassenheit und  Freude dienen im Buddhismus dazu, positive Energie (Karma) zu kreieren, um so das Ziel des Zustands der Leere zu erlangen. Die genannten  T ugenden sind somit nicht nur allgemein zu bejahende Werte, sondern ein Mittel auf dem Weg zum Ziel.

Christentum:  Kernaussage des christlichen  Glaubens ist die Selbstoffenbarung des biblischen Schöpfergottes in seinem Sohn,  dem Erlöser. Daraus ergibt sich, dass der  Mensch Gottes individuelles Geschöpf ist, dem er ganz persönlich eine Seele und damit eine eigene Persönlichkeit verliehen hat. Die Seele wird zu seinem wahren Sein erlöst durch die Verbindung mit dem Erlöser Jesus  Christus.

Für Christen sind Friede, Freude, Liebe, etc. nicht ein Mittel auf dem Weg zum  Ziel – Menschen könnten das niemals leisten.  Sie sind Gaben Gottes als Frucht des Lebens  mit Gott. Die Frucht ergibt sich aus der V erbindung mit dem Geist Gottes und Jesus Christus. Deswegen wird ein Christ zuallererst nach einer vertieften Verbindung mit Gott durch Jesus Christus streben.

Die entscheidende Frage in der Auseinandersetzung zwischen Buddhismus und christlichem Glauben lautet dann auch: Gibt es einen Gott oder nicht? Sind wir demnach von Gott geschaffene individuelle Persönlichkeiten oder sind wir leer ohne eigenständige Existenz? Letztlich sind beide Behauptungen in ihrer Tiefe nicht beweisbar,  sondern eine Glaubensannahme. Wichtig ist es,  diese unterschiedlichen Glaubensannahmen zu erkennen und so klar wie möglich zu beschreiben

Selbsterlösungsreligion

Egon Kapellari, Bischof von Graz-Seckau, sagte: »Wir sind gastfreundlich. Aber als gläubige  Katholiken zeigen wir der buddhistischen Welt  unseren Christus und bleiben dem Kalachakra  fern«. Dem können sich evangelische Christen anschliessen. Wir sind nicht gegen Menschen.  Aber wir hinterfragen die geistigen Grundlagen  und Mächte hinter unseren Gästen.

Der Buddhismus ist eine Selbsterlösungsreligion, die perfekt zu unserer Multioptions-Gesellschaft zu passen scheint. Da es in dieser  W eltanschauung keine Verantwortung einem  Schöpfergott gegenüber gibt, ist der einzelne  Mensch nur noch sich selbst gegenüber verantwortlich. Dies entspricht dem modernen Individualismus.  Sollte sich diese Haltung durchsetzen, würden  die Kälte und der Egoismus in unserer Gesellschaft weiterhin zunehmen. Laut buddhistischer Anschauung hat jeder, was er verdient!  Solches Gedankengut hat aber weit reichende  ethische Konsequenzen.

Weil viele westliche Menschen von der Kirche  enttäuscht sind, scheint für sie der tibetische  Buddhismus eine hoffnungsvolle Alternative zu  sein. Er stellt mit dem Geist Bodhicitta sozusagen eine Schnellstrasse zur „Erlösung“ dar. Die  dazu gehörenden sexualmagischen und okkulten Hilfsmittel passen in unsere Gesellschaft mit  ihren promisken Trugbildern und esoterischen  Angeboten.

Wer jedoch etwas tiefer hinter die Fassaden des  tibetischen Buddhismus geschaut hat, wird  rasch erkennen, wie lebensverneinend dieses  System ist. Buddhisten brauchen besonders  unser menschliches Mitgefühl, das wir ihnen als Ausdruck des liebenden himmlischen Vaters  mitteilen dürfen.

Den vom Buddhismus Faszinierten sollte erklärt werden, dass der Buddhismus auf die völlige  Auflösung des Individuums und der Individualität abzielt. Und dass es gerade nicht darum  geht, zu sich selber zu finden. Wir sol lten ihnen klar machen, dass der Buddhismus letztlich alles, was an sozialen Werten in unserer westlichen Kultur wichtig ist, radikal verneint und  zwischen Trug und Illusion, Lüge und Wahrheit  nicht unterscheidet. Die Hintergründe und Bedeutungen der buddhistischen Rituale und  Praktiken müssen transparenter werden. Christen sollten unerschrocken informieren .

Engagierte Christen sollten den Dialog und die  Diskussion nicht scheuen und sich über die  Unterschiede zwischen Buddhismus und Christentum informieren. Wenn sie die Bedeutung des christlichen Welt- und Menschenbildes für unsere Gesellschaft griffig erklären  können, wird eine Rückbesinnung auf die umfassende Wirkung des Evangelium Jesu  Christi möglich sein. Die grosse Masse der  We steuropäer kennt das tiefere Wesen des  Buddhismus nicht. Ein bisschen Yoga, ein paar  Räucherstäbchen und das Foto des Dalai Lama  machen noch keinen Buddhisten. Fernöstliche  Buddhisten wissen, dass sie ohne einen völligen Einsatz die Erleuchtung überhaupt  nicht erlangen können. In wie weit sind wir als Christen noch bereit, Gott von ganzem Herzen,  von ganzer Seele, aus ganzem Verstand und  aus ganzer Kraft zu lieben (Markus 12:30) und Jesus Christus mit allen Konsequenzen nachzufolgen? [1]

Mediathek (Video)

»Buddhismus & Christentum: Zwei Wege zum gleichen Ziel?« – Martin Kamphuis
Verbirgt sich hinter dem friedlichen Gesicht des Buddhismus ein heimlich-unheimlicher politischer Machtanspruch? Dieser Frage geht das Autorenehepaar nicht nur in einer theoretischen Abhandlung nach, sondern bezieht auch den Hintergrund seiner persönlichen jahrelangen Erfahrungen mit dem tibetischen Tantra-Buddhismus, der Esoterik und deren magischen Praktiken ein.
Der Dalai Lama ist Gast in den höchsten Regierungskreisen. Seine einfache und freundliche Ausstrahlung wirbt wie von selbst für seine Religion. Er scheint den spirituell ausgehungerten westlichen Menschen eine neue Hoffnung auf eine bessere Welt zu bieten. Darum wird sein politischer Anspruch auf »Weltfrieden« durch Initiationen, das Legen von Mandalas und das Errichten von Stupas kaum wahrgenommen und in der Konsequenz weder hinterfragt noch untersucht.

»Buddhismus & Christentum« (2012) – Martin Kamphuis
Argumente für Gott
Die Botschaft Shãntidevas und somit des Dalai Lama besagt, dass der Mensch sich selbst befreien kann. Demnach ist er hauptsächlich sich selbst gegenüber verantwortlich. Die Befreiung findet durch gute Werke und viele spirituelle Übungen statt. Negative Taten können zwar nie abgearbeitet werden. Es soll aber durch positive Taten der Weg zur befreien- den Erkenntnis des Nicht-Selbst gebahnt werden. Dann haftet er nicht mehr an der Illusion, jemand zu sein.
Gemäss der christlichen Lehre sind wir Personen, tragen Verantwortung und sind gegenüber dem realen Schöpfergott Rechenschaft schuldig. Aus Sicht der Bibel brauchen wir einen Erlöser, der uns wieder zu Gott führt und mit ihm versöhnt. Solange Menschen die gnädige, liebevolle Zuwendung Gottes in Jesus Christus, den er als Erlöser gesandt hat, nicht annehmen, lastet Schuld auf ihnen, die sie niemals abarbeiten können.
Die Lehre des Dalai Lama: Mahayana Buddhismus; Magische Rituale sind Teil politischen Handelns; Weg zur kollektiven Erleuchtung; Mitgefühl – ohne mitzufühlen; Der Geist der Erleuchtung: Bodhicitta; Überwinden negativer Emotionen

»Geschichte des Buddhismus« (Doku)
Kurz-Dokumentation über die Geschichte des Buddhismus

Mediathek (Audio)

»Ich war Buddhist« – Martin & Elke Kamphuis

»Erleuchtet durch Buddha?« – Martin & Elke Kamphuis

»Die vier edlen Wahrheiten des Buddhismus« – Martin & Elke Kamphuis

»Wir wollen nur deine Seele« – Martin & Elke Kamphuis

Martin & Elke Kamphuis: Überblick Audiovorträge I

Martin & Elke Kamphuis: Überblick Audiovorträge II

Mediathek (PDF)

»Buddhismus auf dem Weg zur Macht?« (pdf) – Martin & Elke Kamphuis
Eine tibetische Prophetie aus dem 8. Jh. n.Chr. sagt, dass die buddhistische Lehre zur Zeit der eisernen Vögel vom Osten in den Westen kommt. Tatsächlich besucht der Dalai Lama mit dem »Eisenvogel« die westlichen Länder. Er ist Gast in den höchsten Regierungskreisen. Seine einfache und freundliche Ausstrahlung wirbt wie von selbst für seine Religion. Er scheint den spirituell ausgehungerten westlichen Menschen eine neue Hoffnung auf eine bessere Welt zu bieten. Darum wird sein politischer Anspruch auf »Weltfrieden« durch Initiationen, das Legen von Mandalas und das Errichten von Stupas kaum wahrgenommen und in der Konsequenz weder hinterfragt noch untersucht.
Verbirgt sich hinter dem friedlichen Gesicht des Buddhismus ein heimlich-unheimlicher politischer Machtanspruch? Dieser Frage geht das Autorenehepaar nicht nur in einer theoretischen Abhandlung nach, sondern bezieht auch den Hintergrund seiner persönlichen jahrelangen Erfahrungen mit dem tibetischen Tantra-Buddhismus, der Esoterik und deren magischen Praktiken ein.

»Kalachakra für den Weltfrieden« (pdf) – Martin Kamphuis
Vom 11. – 23. Okt. 2002 hielt der Dalai Lama in der österreichischen Stadt Graz eine Mega-Einweihungszeremonie. Zur Vorbereitung dieses Ereignisses wurde in Graz ein Mandala aus feinem farbigen Sand gelegt. Die Einweihung soll die Menschen die Geheimnisse des Mandala, der männlichen Gottheit Kalachakra und der damit verbundenen Lehre erkennen lassen.
Das Sanskritwort Kalachakra bedeutet »Zeit-Rad« In Verbindung mit der Buddha-Gestalt bezeichnet es den »Herrn der Zeit«. Dieser wird nicht als Gott, wie der altindische Zeitgott Kala gesehen, sondern ist ein Aspekt oder eine Manifestation des Buddha. Sein Aussehen wird exakt beschrieben.
Im Zusammenhang mit der Einweihung fallen nicht nur Begriffe wie Kalachakra und Mandala, sondern auch die Worte Lamaismus, Tantra und Shambhala. Im folgenden werden diese Worte kurz erklärt. Es stellt sich die Frage: Kann der Dalai Lama mit dieser Einweihung wirklich zum Weltfrieden beitragen?

»Buddhismus oder Christus« (pdf) – Der Dalai Lama in Zürich
Als »Sanfte Weltmacht« wird der Buddhismus des Dalai Lama im neuen Magazin »GEO« beschrieben. Ein »Gott zum Anfassen« vermittle Werte wie Frieden, Toleranz, Mitgefühl und Glück. In der Stellungnahme der SEA hinterfragen der Theologe Bruno Waldvogel-Frey und der Buchautor Martin Kamphuis diese Werte. Waldvogel-Frey geht in einem ersten Teil den Gründen für die wohlwollende Aufnahme der tibetischen Flüchtlinge im Westen nach und zeigt, wie deren Wertschätzung davon ablenkt, dass mit der Integration dieser Menschen und ihrer Religion auch eine gezielte Missionsarbeit einhergeht.  Stellungnahme (Nr. 43) des Zentralvorstandes der Schweizerischen Evangelischen Allianz

Weiterführende Links

»Im Geist Chenrezigs getauft« – Artikel auf factum online
ExBuddhist Martin Kamphuis über Nicht-Geister, das asiatische Lächeln und die buddhistische Illusion

»Bringt der Dalai Lama den Frieden?« (pdf) – Martin Kamphuis
»Das Kalachakra-Ritual fördert eine Ethik des Friedens, der Toleranz und der Harmonie im Menschen selbst und zwischen den Menschen verschiedener Kulturen und Religionen«. So hieß es in den Ankündigungen zur Einweihungszeremonie des “Kalachakra” – Tantra-Rituals. 2002 in Graz wurde das vermutlich erste Ritual dieser Art auf Europäischem Boden zelebriert. Mit einem Mandala aus feinem farbigen Sand sollen die Geheimnisse der männlichen Gottheit »Kalachakra« und der damit verbundenen Lehre offenbart werden. Auch Nicht-Buddhisten sollten teilnehmen.

»Fragen zum Buddhismus« (pdf) – Martin Kamphuis

Literatur

»Buddhismus: Religion ohne Gott« – Martin Kamphuis & Thomas Schirrmacher
Der Buddhismus übt auf viele Menschen im Westen große Faszination aus, ohne dass sie ihn wirklich kennen. Warum ist der Buddhismus atheistisch? Was unterscheidet ihn vom christlichen Glauben? Das Buch stellt die Grundlehren, das Verständnis von Erleuchtung, die magisch-rituellen Praktiken und die missionarischen Strategien vor.

»Ich war Buddhist« – Martin Kamphuis
Das Ende einer Pilgerreise

»Spirituelle Kräfte des Neuen Zeitalters« – Martin & Elke Kamphuis
Die Autoren haben die Kraft und Wirkung fernöstlicher Spiritualität viele Jahre selbst erfahren. Es war die plötzliche Entdeckung einer unsichtbaren Welt, eine spürbare Kraft, das Gefühl, etwas Besonderes zu sein, was sie packte. Genau das erfahren heute viele Menschen, die sich auf fernöstliche oder esoterische Metho-den einlassen. Darum dieses Buch. Gibt es Unterschiede zwischen Gottes Kraft und kosmischer Kraft, oder fließen beide aus derselben Quelle? Dürfen wir uns gleichzeitig auf beide einlassen?
Sind spirituelle Heilungsangebote der verschiedenen Religionen wie etwa Yoga im Hinduismus unabhängig von dem Ziel ihrer Religion? Und: Sind nicht überhaupt alle übernatürlichen Kräfte von Gott? Gibt es tatsächlich spirituelle Angebote, auf die wir uns nicht einlassen sollten? Ja, die gibt es. Dies stellen die Autoren fest und wollen Orientierungshilfe leisten. Persönliche Geschichten und Erfahrungen illustrieren lebendig und lebensnah die theoretischen Hintergründe und die biblischen Stellungnahmen.

English Media

»Yoga is not Gymnastic« – Klaus Kenneth
Klaus Kenneth lived 7 years in India and 3.5 years in a Buddhist monastery. He was a Guru. After 3.5 years practicing in the Buddhist monastery for a big surprise waiting for him …

Quellen

»Buddhismus oder Christus« (pdf) – Bruno Waldvogel-Frey, Martin Kamphuis

Anmerkungen:

[1] »Buddhismus oder Christus« (pdf); Stellungnahme (Nr. 43) des Zentralvorstandes der Schweizerischen Evangelischen Allianz SEA