Die wahre Reformation

die Wahrheit neu entfachen…

 

»So kommt der Glaube aus dem Hören [Predigen],
das Hören aber durch das Wort Christi« (Johannes 6:63)

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Die wahre Reformation

»Der Geist ist’s, der lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze.
Die Worte, die ich zu euch geredet habe, die sind Geist und sind Leben«
(Johannes 6:63)

Statue mit Heiliger Schrift (Bibel)Wir wollen die Reformation einmal aus einer anderen Perspektive betrachten: Nicht nur als ein historisches Ereignis sondern als das, was das Wort im Kern seiner Bedeutung wirklich meint.

Reformation ist ein Prozess der zigmal geschehen ist in den letzten Jahrhunderten. Es gibt nicht nur eine Reformation, dass ist ein Irrtum:

  • Luthers Reformation
  • Reformation der Katholischen Kirche
  • Reformation im ausgehenden 18. Jhd. in Amerika
  • Reformation im 4. Jhd. in Norditalien, Frankreich und Süddeutschland
  • uvm.

Die Merkmale waren immer die gleichen in diesen Bewegungen: Es ging um »die Wahrheit«. Reformation kann nur dann Früchte tragen, wenn sie begleitet wird von einer Erweckung. Ohne Erweckung gibt es keine (anhaltende) Reformation!

Luthers mutige Position war keine kirchenpolitische, sondern die Folge einer persönlich erlebten Erweckung (z.B. Turmerlebnis). Er wird heute verkannt und missbraucht, selbst die Reformation in ihrem Namen wird missbraucht und fehlgedeutet in der Analyse moderner Theologie und Geschichtsschreibung. Ihm ging es nie um Kirchenpolitik, ihm ging es nie um Glaubensbekenntnisse, ihm ging es nicht darum sich in einer Bewegung zu positionieren. Ihm ging es um die Wahrheit und das ist der Kern der Reformation und eigentlich ging es ihm damit um Jesus Christus.

Wenn wir heute die geschichtlichen Berichte über Luther lesen stellen wir fest das die Berichte manchmal sehr armselig sind. Wie über diesen Mann berichtet wird und wie hervorgehoben wird das er eine europäische Kirchenspaltung hervorgerufen hat. Mit einigen historischen Eckdaten und Fakten wird hier die Reformation abgehandelt. Das was geschah war nichts anderes als die konsequente Folge seiner persönlichen Erfahrungen und Erlebnisse mit dem Wort Gottes. Das sollte uns klar sein wenn wir uns mit der Reformation beschäftigen.

Das ist nicht worum es ging bei der Reformation. Die Reformation war in Wirklichkeit ein Erweckungserlebnis der Reformatoren. Was damals vor fast 500 Jahren geschah war nicht ein kirchenpolitisches Ereignis. Was damals geschah war die Geschichte der Bekehrung eines Mannes der ernsthaft nach Frieden suchte und nach Gerechtigkeit in Gott. Luthers Erweckung steht hier stellvertretend für alle Erweckungserlebnisse aller Reformatoren.

Wo immer wir in Bücher hineinschauen wird die Reformation dargestellt in einem Gedenktag. Nirgends weder in Filmen noch in Artikeln ist ein Hinweis zu finden auf die damit verbundene Erweckung. Luther ging es um nichts anderes als um die Begegnung mit dem wahren Gott der anders ist als er es sich jahrelang vorgestellt hatte.

Erweckung der Protestanten

»Ist mein Wort nicht wie ein Feuer…?« (Jeremia 23:29)

Schlosskloster Wartburg: Arbeitstisch Luthers

Schlosskloster Wartburg: Arbeitstisch Luthers

Am 31. Oktober 1517 kommt es in dem kleinen Städtchen Wittenberg zu einem Ereignis, das in die Geschichte eingehen soll: Der Thesenanschlag von Martin Luther. Tatsächlich war das was er dort zu sagen hatte eine wichtige Botschaft: Mit diesen 95 Thesen versuchte er konkret darzulegen warum es nicht zu akzeptieren ist, dass Menschen hier in ihrem Gewissen an menschliche Autorität gebunden werden, die noch nichtmal, wie er sagt, an die Vernunft gerichtet ist.

Was war es das diesen Mann bewegte? Wir können heute alles möglich lesen über die Reformation und wir können vieles lesen über Geschichte. Aber eines ist sicher: Luther hatte nie geplant das das geschieht was geschehen ist durch seine an der Schlosskirche angeschlagenen Thesen. Luthers Anliegen war es die Bibel ernst zu nehmen und neu zu entdecken als das was sie wirklich ist: das Wort Gottes. 500 Jahre später ist das Anliegen Luthers in der Geschichte in irgendeiner Weise verstaubt und archiviert in den Annalen der deutschen Geschichte zu suchen.

Die Reformation wird allgemein nicht nur als eine Geburtsstunde geistlicher Erweckung sondern vor allem auch der Bildung und der Aufklärung betrachtet, natürlich begünstigt durch den Buchdruck von Gutenberg.

Schauen wir uns an was diesen Mann wirklich dazu bewegte, der mit diesen 95 Thesen einen Stein ins Rollen brachte der buchstäblich zu einer gewaltigen Lawine wurde. Dieser Disputationsversuch der zunächst in Wittenberg ein kleines Feuerchen entzündete, das die dortige Umgebung in Aufruhr versetzte, wurde zu einem epochalen Feuer das über ein halbes Jahrtausend brennen sollte.

Auf seiner Reise nach Rom (1510) fiel ihm auf, dass je näher er Rom kam, desto mehr Völlerei und Lebensstil-Ausschweifungen in den Klöstern und bei den Mönchen vorzufinden war. Dennoch war er sich sicher das Rom davon nichts wissen könne. Als er Rom betrat begrüßte er die Stadt noch mit den Worten »Sei mir gegrüßt, du heiliges Rom!«.

Und dies sind die Worte mit denen er Rom wieder verließ: »Niemand glaube, was zu Rom für Büberei und gräulich Sünde und Schande gehen … er sehe, höre und erfahre es denn. Daher sagt man: ‘Ist irgendeine Hölle, so muss Rom drauf gebaut sein; denn da gehen alle Sünden umher’« (Dr. Martin Luther)

Es sei hier bemerkt das wir uns hier in diesem Thema ganz bewußt von der Art der Geschichtsschreibung lösen wollen, wie sie in zweit- und drittklassigen Boulevardzeitungen über die Reformation und Martin Luther berichtet werden. Denn wir wollen hier an den Kern der Reformation. Es geht hier genausowenig darum wie zu Luthers Zeiten, irgendwelche Urteile über irgendwelche Menschen zu treffen die des katholischen Glaubens inne waren. Luther war völlig erstaunt über das was er in Rom vorfand.

Durch einen kurz vorher veröffentlichten Erlass war vom Papst (Leo X.) allen denen Ablass verheißen worden, die auf den Kien die »Pilatusstiege« hinaufrutschen würden. Von dieser Treppe wurde behauptet das es die Treppe sei, auf der Jesus selbst auf Knien zum Verhör zu Pilatus hinaufgestiegen wäre. Diese »Pilatusstiege« wurde angeblich aus Jerusalem nach Rom exportiert und man verzierte sie mit einem imposanten Torbogen inklusive Relief. Für damalige Katholiken beinhaltete der Besuch Roms das Pflichtprogramm zu dieser Treppe zu gehen.

Luther war damals von ganzem Herzen Mönch und trug bereits seit Jahren einen Gewissenskampf in sich. Er suchte nach dem Frieden und dem gerechten Gott, denn er bisher noch nicht gefunden hatte. Er verzweifelte fast an diesem Gott den er lieben lernen wollte und den er auch achtete und fürchtete, aber vor dem er tatsächlich auch Angst hatte. Daher entschied er sich auch zu dieser Pilatusstiege zu gehen.

Als Martin Luther kniend auf dieser Treppe hinaufrutschte erlebte er mit jeder Stufe einen Argwohn und eine Abscheu in seinem Herzen. Mitten auf dieser Treppe hört er plötzlich einen Bibeltext:

»Denn darin wird offenbart die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt,
welche kommt aus Glauben in Glauben; wie geschrieben steht:
»Der Gerechte wird aus Glaube leben«« (Römer 1:17)

Als er diese Worte hörte empfand er eine Abscheu und eine Scham darüber, auf dieser Treppe auf Knien hinaufzurutschen. Dieses Schamgefühlt führte Luther dazu dass er nicht nur aus Rom abreiste, sondern dass er aus Rom floh.

»In Scham und Schrecken sprang er auf und floh von dieser Stätte. Von jener Zeit an sah er deutlicher als je zuvor die Täuschung, auf Menschwerke zu vertrauen, um Erlösung zu erlangen. Seine Augen waren geöffnet worden, um nie wieder verschlossen zu werden. Als er Rom den Rücken kehrte, hatte er sich auch in seinem Herzen von Rom abgewandt« (EGW, Der große Kampf, 125)

Diese Erfahrung war für Luther eine bittere Erfahrung aber sie war auch eine heilsnotwendige Erfahrung. Luther erlebte eine buchstäbliche Kehrtwende in seinem Denken! Es geschieht eine Erweckung in seinem Leben, die von nun an sein Leben neu ordnete (re-formierte).  Es geschieht etwas in seinem Leben worum es hier gehen soll: Um die wahre Reformation. Luther erlebte in Rom etwas was in wirklich zu einer echten Erfahrung führte die wir heute umgangssprachlich »Erweckung« nennen.

In dem Wissen nicht mehr zurück gehen zu wollen und zu können wo er zuvor als Mönch war, macht er sich auf die Heimreise nach Wittenberg. Und er erlebte wie bereits auf dieser Reise sein Leben re-formiert wurde. Luther war nicht mehr derselbe wie zuvor. Wir wissen es gab nicht nur Luther, aber dieser Mann steht exemplarisch für viele Reformatoren. Seine Erfahrung steht exemplarisch für viele Reformatoren die ähnliches erlebt haben wie er.

Das Erste, was wir von Luther lernen können ist, die Abwendung von menschen-gemachter Religion, die niemanden erlösen kann. Er entschied sich für die Neubelebung seines Glaubens weil er »Erweckung« erlebte.

»Denn ihr verlaßt das Gebot Gottes und haltet die Traditionen
[paradosis: wörtl. Menschenzitate] der Menschen ein..«. (Markus 7:8)

Das Zweite, was wir von Luther lernen können ist, er setzte Prioritäten und stand deshalb für seinen Glauben. Koste es ihn was es wolle. Männer und Frauen die gelernt haben sich vor Gott zu beugen sind in der Lage vor Menschen stehen zu bleiben!

Begegnung mit dem Wort

»Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: Wenn ihr bleiben werdet an meinem Wort, so seid ihr wahrhaftig meine Jünger und werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen«. (Johannes 8:31-32)

Wulfila Bibel (Gotenbibel): Codex Argenteus, Abschrift der Wulfilabibel Blatt 16v (Mk 3:26–32)

Wulfila Bibel (Gotenbibel):
Codex Argenteus,
Abschrift der Wulfilabibel
Blatt 16v (Mk 3:26–32)

Martin Luther setzte sich mit neuem Feuer an die Bibel um noch mehr zu studieren als vorher und erlebt im Schlosskloster auf der Wartburg die Begegnung mit dem Wort. Hier wurde Luther vom »Heiligen Geist« berührt und setzt sich den Plan und das Ziel allen Menschen in Deutschland die Erfahrung zu ermöglichen, die er selbst erlebt hat.

Es gab bereits die Wulfila-Bibel (Gotenbibel) die vor allem eine sehr urur-deutsche Sprache war, die aber selbst in der damaligen Zeit mit dem damaligen Deutsch eigentlich nicht wirklich verständlich war.

Martin Luther arbeitete sehr hart daran. Das zeigt uns mit welcher inneren Überzeugung mit welchem Engagement er an dieses Bibel-Projekt ging. Dieser Mann war überzeugt dass das deutsche Volk die Bibel braucht.

Glauben Sie auch das das deutsche Volk die Bibel braucht? Wir leben heute in einer Zeit in der eine Bibel noch nichtmal für einen Euro zu bekommen ist: Ein Meisterwerk in sich selbst und ein Meisterwerk der Übersetzung. Wir verdanken dieses Meisterwerk den vielen Menschen die ihr Leben, ihren Schweiß und ihr Blut eingesetzt haben um dieses Buch lesbar (und erfahrbar) zu machen für die Bevölkerung in Deutschland.

Hier erlebt Luther im intensiven Studium der Heiligen Schrift eine weitere Erweckung, sein sogenanntes »Turmerlebnis«: Ein sukzsessives Hineingenommenwerden in die Heilige Schrift. Wieder war es der Römer-Brief der in plötzlich darauf führte, dass er den Weg der Freiheit und des Friedens den er so suchte, selbst bis zum Ende gehen muss und er nicht in der Mitte stehen bleiben kann.

Er las in dem Brief an die Römer die Worte »gerecht« und »Gerechtigkeit« und blieb an ihnen hängen. Er machte sich immer noch viele Gedanken über das jüngste Gericht und ob er vor Gott bestehen könne.

Wieder drang das Wort des Paulus in sein Herz: Tag und Nacht dachte er unablässig darüber nach. Er erinnerte sich an die Worte: »Der Gerechte wird aus Glauben leben« (Römer 1:16-17) und plötzlich erkannte er, dass die Gerechtigkeit Gottes darin besteht, dass Christus uns alle rechtfertigt und erlöst! Der Heilige Geist hatte ihm die Heilige Schrift offenbart. Denn er erkannte, dass er nicht durch gute Taten, sondern allein durch seinen Glauben an die Barmherzigkeit Gottes dem ewigen Höllenfeuer entkommen konnte. Plötzlich fielen die Ketten seiner Last, seiner Sorgen und seiner Ängste über die Gerechtigkeit bzw. Ungerechtigkeit Gottes wie eine tonnenschwere Last von ihm.

Luther blieb in dem Wort, er hatte keine oberflächliche Begegnung mit dem Wort. Martin Luther ging es darum die Wahrheit durch die Schrift zu erkennen. Er hatte nie vor eine Konfession noch ein Glaubensbekenntnis, noch eine neue Kirche zu schaffen. Luther ging es nur um die Wahrheit und er selbst erlebte das nur in seinem Denken weil er eine Begegnung hatte mit dem Wort Gottes. Weil das Wort Gottes ihn zu einer Erweckung führte die die Voraussetzung war für Luthers Reformation.

Wir sprechen hier von geistlichen Dingen: Die Stukturveränderung folgte als logische Konsequenz aus der persönlichen inneren Erweckung. Jede strukturelle Umgestaltung in unserem Leben geschieht nur wenn sie echt ist, durch eine innere vorher stattgefundene Erweckung.

Auferstehung vom geistlichen Tod

»Ich bin gekommen, ein Feuer auf die Erde zu bringen,
und wie wünschte ich, es wäre schon entzündet!« (Lukas 12:49)

Erweckung ist eine Auferstehung vom geistlichen Tod und jetzt erst mit »diesem Leben« (nach dieser Erweckung) mit echter, wahrhaftiger Begegnung mit Gott in seinem Wort kann die richtige Struktur gelegt werden.

Das ist das was Luther erlebte, er war geistlich Tod obwohl er ein Mönch war. Wir können die Frage nicht beantworten wieviele geistlich tote Protestanten, Katholiken, Adventisten sich heute in den Kirchen Woche für Woche treffen. Das betrifft jeden der den Anspruch hat zu glauben.

»Erweckung und Reformation müssen unterschieden werden. Erweckung ist Erneuerung des geistlichen Lebens, eine Belebung für Seele und Geist, eine Auferstehung vom geistlichen Tod. Reformation meint eine Neuausrichtung, eine Veränderung der Denkmuster und Theorien, Gewohnheiten und Praktiken. Reformation vermag die gute Frucht der Rechtschaffenheit nicht hervorzubringen, wenn sie nicht Hand in Hand mit einer geistgewirkten Erweckung geht. Erweckung wie Reformation müssen die ihnen zugedachte Aufgabe übernehmen und dabei zusammenwirken« (EGW, Ellen G. White, Ausgewählte Botschaften Bd. 1, S. 121)

Jesus macht deutlich dass Erweckung (Auferstehung vom geistlichen Tod) durch den Geist geschieht und dieser findet sich in seinen Worten, denn diese sind Geist und Leben (Johannes 6:63).

Die Heilige Schrift (Bibel) ist geisterfüllt und das ist auch der Grund warum sie seit Jahrhunderten Menschen verändert. Die Kirche die aufhört die Bibel zu studieren und die Bibel zu predigen, die Kirche die aufhört ihre Gläubigen zu mündigen Christen zu machen anhand der Bibel, ist tot oder wird sehr bald tot sein und es ist völlig egal welche Konfession.

Was nützt eine Umstruktierung unseres Lebens wenn der Geist uns nicht lebendig macht? Das ist es auch was Luther anprangerte und verstanden hat wie kaum einer zuvor und danach. Es kann nicht mehr verborgen bleiben das Wort Gottes, wenn es in unserem Leben plötzlich »keimt«. Die Begegnung mit dem Wort hat immer Konsequenzen: Positiv bei denen die bereits sind für das wahre Leben (Auferstehung vom geistlichen Tod); Negativ bei denen die nach Reformen suchen ohne Geist.

Es dauerte bei Luther nicht lange und seine Schriften und Predigten werden Rom und später auch den Fürsten (der damaligen Politik) ein Dorn im Fleisch. Es führt schließlich dazu dass er sich verantworten muß wegen dieser Kirchensache die später auch zur Reichssache wurde (Wormser Reichstag, 17./18. April 1521).

Als Luther am 17. April in Worms vor Adel und Hochkirche steht wird ihm mit stundenlanger Argumentation und Drohungen nahegelegt was passiert wenn er nicht seine Schriften widerruft, dass waren mittlerweile bereits viele Schriften. Es waren vor allem Luthers drei Hauptschriften die die Axt an der Wurzel der Kirche Roms waren. [1]

»Überzeugt mich mit den Zeugnissen der Heiligen Schrift, oder mit öffentlichen, klaren und hellen Gründen, also mit den Bibelworten und Argumenten, die von mir gelehrt worden sind … Denn die Autorität von Papst und Konzilien allein überzeugt mich nicht, da sie offenkundig oft geirrt und gegen Schrift und Vernunft gestanden haben … Nur wenn mein Gewissen in Gottes Wort gefangen ist, will ich widerrufen. Denn es ist nicht geraten, etwas gegen das Gewissen zu tun. Hier stehe ich, ich kann nicht anders, Gott helfe mir, Amen« (Martin Luther, Wormser Reichstag 1521)

Damit sagt Luther nichts anderes als das was Jesus angedeutet hat (Johannes 6:63). Luther tat das einzig Richtige: Er schaute nicht darauf was von ihm erwartet wurde um ein guter Mönch, ein guter Professor, ein guter Pastor und ein guter Christ zu sein sondern er tat das was Jesus von ihm erwartete:

»Wer nun mich bekennt vor den Menschen, den will ich auch bekennen vor meinem himmlischen Vater« (Matthäus 10:32; Lukas 12:8)

Glauben Sie das ein Mann der nicht wirklich geistlich gesehen »von den Toten aufgeweckt« wurde diese Sätze vor dem ganzen Reichstag gesprochen hätte? In Anbetracht dessen dass seine Worte ihn für »vogelfrei« (Ächtung) erklären würden. Männer und Frauen die gelernt haben sich vor Gott zu beugen sind in der Lage vor Menschen stehen zu bleiben.

Die 5 Solas der Reformation

»Und darum danken wir auch Gott ohne Unterlass dafür, dass ihr das Wort der göttlichen Predigt, das ihr von uns empfangen habt, nicht als Menschenwort aufgenommen habt, sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, das in euch wirkt, die ihr glaubt« (1. Thessalonicher 2:13)

Die fünf Solas der Reformation

Die fünf Solas der Reformation

Am 3. Januar 1521 wurde die Bannbulle »Decet Romanum pontificem« veröffentlicht. Hiermit wurde Martin Luther ausdrücklich zum Häretiker erklärt. Ebenso seine Anhänger und jeder, »der in Zukunft Luther selbst oder seine Lehre aufnehmen oder unterstützen würde« (Bannbulle, Decet romanum pontificem, Rom, 3. Jan. 1521). Das Werk Luthers „Von der Freiheit eines Christenmenschen“ gehört zu seinen bedeutendsten Schriften zur Reformationszeit. Anlass für die Schrift war die gegen Martin Luther gerichtete päpstliche Bannbulle. Der Kammerherr Karl von Miltitz aus Sachsen versuchte im Streit zwischen Luther und dem Papsttum zu vermitteln, indem er einen Sendbrief an Papst Leo X. schrieb und ihm die ins Lateinische übersetzte Denkschrift hinzufügte. Luthers Schrift fasst die »evangelische Freiheit« eines Christen in Anlehnung an Paulus von Tarsus in zwei Sätzen dialektisch zusammen:

»Ein Christ ist ein freier Herr über alle Dinge und niemandem untertan – durch den Glauben. – Ein Christ ist ein dienstbarer Knecht aller und jedermann untertan – durch die Liebe« (Dr. Martin Luther, 1520)

siehe auch:

  • »Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche«, Martin Luther (1520)
  • »Von Babylon nach Rom«, Alexander Hislop (1807-1865)
    Der Ursprung der römisch-katholischen Religion
  • »Das Evangelium nach Rom«, James G. McCarthyEine Gegenüberstellung der katholischen Lehre und der Heiligen Schrift

Was aber waren nun diese Überzeugungen bzw. Lehren die einer Bannbulle bedurften?

Sola Scriptura: allein die Schrift
Sola Fide: allein der Glaube
Sola Gratia: allein die Gnade
Solus Christus: allein durch Christus
Soli Deo Gloria: Gott allein gehört die Ehre

»Ich rede aber von der Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch den Glauben an Jesus Christus zu allen, die glauben. Denn es ist hier kein Unterschied: sie sind allesamt Sünder und ermangeln des Ruhmes, den sie bei Gott haben sollten, und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlösung, die durch Christus Jesus geschehen ist« (Römer 3:22-24)

1. Sola und Tota Scriptura: Die ganze Heilige Schrift (Bibel) ist der alleinige Maßstab des Glaubens und aller Lehre. Die Bibel ist die einzige Grundlage für das theologische Urteilen oder Verurteilen. Sie wendet sich nicht gegen den kritischen Gebrauch der Vernunft. Sie ist der Maßstab und an ihr ist alle Predigt und kirchliche Lehre zu messen. (1. Thessalonicher 2:13; 2. Timotheus 3:16-17)

2. Sola Fide: Der Mensch ist seinem Gewissen verpflichtet und wird durch Glauben vor Gott gerecht. Allein der Glaube als Vertrauen nicht auf sich selbst, sondern auf Jesus Christus lässt einen Menschen vor Gott als gerecht gelten. (Römer 3:22-24; Römer 3:28; Galater 3:6-11)

3. Sola Gratia: Der Mensch wird aus Christi Gnade gerecht und bedarf weder Sakramente noch der Mittlerschaft von Priestern, verdankt sich allein der Gnade bzw. Güte Gottes. Kein menschliches Handeln oder Streben oder noch so gute Werke können als ein Verdienst gegenüber Gott geltend gemacht werden. Das Heil bleibt in allen Phasen des Christseins immer ein Geschenk. (Römer 3:22-24; Epheser 2:4-10)

4. Solus Christus: Jesus Christus ist der einzige Weg: Das Lamm Gottes das hinwegnahm die Sünden der Welt. Jesus unser Hohepriester, unser König, unser Prophet. Seinem Wirken und seiner Lehre gilt das Vertrauen für die Errettung. (1. Timotheus 2:5-6)

5. Soli Deo Gloria: Weil Gott allein unsere Erlösung bewirkt, gehört die ganze Ehre nur Ihm allein. (Römer 11:36)

 »Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen,
nämlich der Mensch Christus Jesus« (1. Timotheus 2:5)

Wir haben einen solchen Hohepriester, der da sitzt zur Rechten Gottes (Hebräer 8:1). …Und das ist sehr weit weg von Rom…

Mit dieser Bulle wurden Christus und auch Paulus gebannt. Vielleicht verstehen wir jetzt besser die Ausmaße die diese Bannbulle Roms in sich hatte und konsequenter Weise wo dies zu Ende gedacht hinführen würde.

»Aber auch wenn wir oder ein Engel vom Himmel
euch ein Evangelium predigen würden, das anders ist,
als wir es euch gepredigt haben, der sei verflucht«
(Galater 1:8)

Es gibt nicht ein katholisches oder protestantisches Evangelium und auch kein adventistisches Evangelium. Es gibt nur ein ewiges Evangelium vom Reich Gottes und das ist das Wort Jesu Christi und daran haben wir uns auszurichten oder wir lassen es.

Die zwei Säulen der Reformation

»Ich bin gekommen, ein Feuer auf die Erde zu bringen,
und wie wünschte ich, es wäre schon entzündet!« (Lukas 12:49)

Inspiration der Heiligen Schrift (Bibel)
Es geht hier nicht um Personen sondern es geht um Ereignisse und Systeme die im geschichtlichen Rahmen zu verstehen sind. Der Gedanke dabei ist, nicht nur in der Geschichte zu bleiben sondern auch das Ganze auf die jetzige Zeit zu übertragen. Was waren die zwei Säulen der Reformation und warum ist es wichtig dass wir das in der heutigen Zeit studieren?

Was ist Protestantismus? Es gibt eine positive und eine negative Bedeutung und beides gehört zum Protestantismus:

  • pro = für, zugunsten von
  • testari = Zeugnis ablegen

»Ein wahrer Protestant ist also ein Zeuge für die Wahrheit … Einfach nur den Irrtum zu bestreiten, ist noch nicht Protestantismus. Der wahre Protestant bringt vor allem eine positive Botschaft. Er wird die Einstellung seines Meisters haben, der sagte: ‘Ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern damit ich die Welt rette’ (Johannes 12:47)« (Arthur S. Maxwell; Protestantism Imperilled)

Es ist einfach unvorstellbar wie tief diese alten Protestanten sich die Dinge überlegt haben und wie tief sie sich in die Bibel eingearbeitet haben. Wo kam denn dieser ganze Protest überhaupt her und warum war es notwendig dass er stattfinden musste?

Wir lesen in den Geschichtsbüchern dass Augustinus, der Kirchenvater der römisch-katholischen Kirche, in seiner Theologie die Kirche als das Reich Gottes proklamierte. Augustinus behauptete also dass hier auf Erden das Reich Gottes in der Kirche ist und diese Kirche sollte sich ausbreiten:

Augustinus betonte in seiner Theologie die Kirche als das Reich Gottes: Christus würde mit seinen Heiligen bereits regieren, und Auferstehung bedeute, dass tote Seelen zu geistlichem Leben erwachen. Die Kirche wurde ermutigt, die Herrschaft über die Nationen anzutreten, und ihre Führer begannen, durch politische Intrigen Prestige und Macht zu gewinnen, statt das Evangelium in alle Welt zu tragen. Die Folge war das finstere Mittelalter. (Augustinus’ Buch vom Gottesstaat)

Das bedeutet in dieser Theologie ist keine Auferstehungs- und Wiederkunftserwartung vorhanden. Die »Macht der Liebe« wurde ersetzt mit »Liebe nach Macht« und somit begann eine finstere Zeit.

Wir lesen in den Geschichtsbüchern dass ein Protest unter den Menschen entstand und Gruppen wie die Waldenser, Joachim, später der Morgenstern der Reformation Wyclif, Johann Huss, Hieronymus und später auch Luther, Knox, Calvin, Baxter, Cramer und hunderte anderer.

Mit dem zwölften Jahrhundert stoßen wir auf die Waldenser, die ein klares Zeugnis gegen den Anti-Christus ablegten. Joachim legte die Prophezeiungen von Daniel und der Offenbarung aus und bestimmte die prophetische Zeitspanne von »einer Zeit, zwei Zeiten und einer halben Zeit« aus Daniel 7 tatsächlich als 1260 Jahre. Zwei Jahrhunderte später kam Wyclif, der Morgenstern der Reformation. Wie die Böhmen Hus und Hieronymus war auch er stark von Männern wie Joachim beeinflusst. Das 16. Jahrhundert brach in herrlichem Licht an, strahlend vor prophetischer Vision. Luther, Knox, Calvin, Baxter, Cranmer und Hunderte anderer führten die Kirche weiter heraus aus der Dunkelheit in das Licht von Gottes Wahrheit.

Sie hatten alle die gleiche Botschaft: Das dieses System welches hier auf Erden aufgestellt wurde nicht biblisch war und sie bezeichneten es als das Antichrist-System. Aus welchem Grund haben alle diese Gruppen genau das Gleiche gelehrt und sich auf das Gleiche berufen, nämlich die Bibel?

Die Reformation beruht auf zwei Entdeckungen:

  • 1. Die Wiederentdeckung von Christus und seiner Erlösung
  • 2. Die Wiederentdeckung der Identität des Anti-Christus

Die Entdeckung, dass Christus in allem genügt, beruhte auf dem »Wort Gottes«. »Die Bibel und die Bibel allein« stellte in diesem Krieg die Waffenrüstung, enthüllte die Identität des Anti-Christus und einte die Reformation im Widerstand gegen den gemeinsamen Feind.

»Die Reformation des 16. Jahrhunderts, die den Protestantismus ins Leben rief, basiert auf der Heiligen Schrift. Sie gab der Welt die Bibel zurück. Sie lehrte aus der Schrift; durch dieses Schwert des Geistes deckte sie die Irrlehren und Korruption Roms auf. Sie legte die Prophezeiung aus und folgte deren praktischer Wegweisung. Eine solche Reformation brauchen wir heute neu. Wir haben zugelassen, das prophetische und antipäpstliche Wahrheiten zu sehr in Vergessenheit geraten sind. Diese Generation hat eine gefährliche Weitherzigkeit – Gleichgültigkeit gegenüber Wahrheit und Irrtum an Punkten, wo die Schrift außerordentlich entschieden und absolut deutlich spricht« (H. Grattan Guinnes: Romanism and the Reformation)

Wenn die Welt heute diesbezüglich ein ganz andere Ansicht hat und eine ganz andere Theologie dann sind da nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Welt heute hat absolut recht oder sie ist fehl am Platz. Entweder die Reformatoren haben die Bibel total falsch ausgelegt oder sie hatten recht.

»Romanismus ist nicht bloß die abgefallene Christenheit im Allgemeinen, sondern die abgefallene lateinische Christenheit…«

»Die Reformation war eine Rückkehr zum nicht abgefallenen bzw. Urchristentum. Ein Merkmal dieser gewaltigen Bewegung war, dass sie Latein aus dem öffentlichen Gottesdienst verbannten und die Heilige Schrift in lebende Sprachen übersetzten, sodass alle Nationen Gottes Wort in ihrer eigenen Sprache lesen und seine heilige Botschaften selber verstehen konnten. Die Namen von Luther, Zwingli, Erasmus, Tyndale, Knox, Calvin, Latimer, Ridley, Cranmer, Hooper und anderen sind mit dieser »Reformation« verbunden« (H. Grattan Guinnes: Romanism and the Reformation, 8-9)

Hier war ein Glaube an Gott versteckt in einer Altsprache, einer toten Sprache und somit wird der Glaube nicht mehr lebendig erhalten sondern verfällt in eine Form. Wo Worte geredet werden die keiner versteht und eine Bibel die versteckt ist. Diese lateinische Art war das Problem: Die Reformation hat das Wort Gottes genommen und hat es in die Sprache der Menschen umgesetzt und so wurde die Flamme entfacht.

Mediathek (Video)

»Das ewige Evangelium vom Reich Gottes« – Christopher Kramp
Teil 2 aus der 5teiligen Serie “Der Schlüssel zur Offenbarung”
“Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt verkündigt werden zum Zeugnis für alle Heidenvölker und dann wird das Ende kommen” (Matthäus 14:24).
“Was ist das ewige Evangelium vom Reich Gottes”? Wenn wir in die Welt schauen gibt es eine Menge “Evangelien”… Welches Evangelium soll verkündigt werden nach diesem Bibelvers? Was ist das “Reich Gottes”? Jesus beginnt alle seine Gleichnisse mit dem “Reich Gottes”. Er hat ständig über das Reich Gottes gepredigt.

»Reformation: Die Wahrheit neu entfachen« – Prof. Dr. Walter Veith
12-teilige Vortragsreihe: Das Fundament aller Reformatoren war die Bibel. Die Reformation verwarf menschliche Tradition und baute allein auf die Bibe. Aus ihr stammten die Wahrheiten, die zu den zwei tragenden Säulen der Reformation wurden: Christus als alleiniger Erlöser und Fürsprecher sowie die Identität des Anti-Christus, seines versteckten Widersachers. Die zentrale Figur der Reformation war Martin Luther. Doch der Geist wahren Protestantismus’ ist kaum noch zu finden. Gehen Luthers Erben vor einem wiedererstarkenden Papsttum in die Knie?

»Die Reformation geht weiter!« – Nicola Taubert
Diese 7teilige Vortragsreihe behandelt jene Themen der Bibel, an denen die Reformation stehen blieb. Was als Gelehrtendisput beginnt, wird zu einem epochalen Lauffeuer: Die Wiederentdeckung der Bibel trifft die mittelalterliche Gesellschaft ins Mark. Die Reformation nimmt ihren Lauf. Was als flackerndes Licht beginnt, wird zu einem hellen Strahl, der über Deutschland hinaus ganz Europa erhellt.
Doch schon bald stößt die Reformation auf bitterlichen Widerstand Roms in Form einer gezielten Gegenreformation. Unterdrückung der Wahrheit und Verfolgung reformatorisch Gesinnter bleiben nicht aus. Deutschland und Europa werden zum Schauplatz des Kampfes um die Wahrheit. Brennt das Licht der Reformation noch heute? Warum verlor die Reformation im 16. Jh. wieder ihre leuchtende Kraft und scheiterte im 20. Jahrhundert schließlich gänzlich? Was erfordert es, die Reformation neu zu entfachen?

Vom Schatten zum Licht – Olaf Schröer
Vortragsreihe basierend auf dem gleichnamigen Buch.
Dieses 42teilige Seminar liefert einen eindrucksvollen und detaillierten Abriss der Geschichte des christlichen Abendlandes. Mit prophetischem Scharfblick werden die tieferen Zusammenhänge im langen Kampf zwischen Wahrheit und Irrtum, Licht und Finsternis aufgedeckt. Gottes Pläne für die Welt sind größer als die menschliche Vorstellungskraft. Dieses Seminar weitet den Horizont und blickt in die Zukunft. Der Kampf ist vorüber, wenn das verheißene Reich Gottes die Heilsgeschichte vollendet. Grundlage bildet das gleichnamige Buch von Ellen G. White (auch als pdf verfügbar)

Der Grosse Kampf – Mag. Kurt Piesslinger
Thematisch werden in dieser 41teiligen Serie alle Kapitel aus dem gleichnamigen Buch von Ellen White behandelt (pdf). Dabei versteht es Kurt Piesslinger jedoch, eigene Gedanken einzubauen und zu entwickeln und erzählt damit die einzelnen Kapitel nicht einfach nach.

Mediathek (PDF)

»Der große Kampf zwischen Licht und Finsternis« (online, pdf) – Ellen G. White
Dieses Buch deckt die schrittweise Einschränkung unserer persönlichen Freiheit auf. Dies ist eine der gefährlichsten Erscheinungen unserer Zeit. Lernen Sie die Hintergründe dieser Bestrebungen kennen!
Hinter den Kulissen der Welt-Politik geht es um Machtkämpfe, welche die Dimensionen unseres Planeten übersteigen. Dieses Buch enthält sowohl erschütternde Enthüllungen, als auch ermutigende Prognosen über unsere Zukunft.

»Von der Freiheit eines Christenmenschen« (pdf) – Martin Luther (1520)
Eine aus 30 Thesen bestehenden Denkschrift Martin Luthers aus dem Jahr 1520. Das Werk Luthers gehört zu seinen bedeutendsten Schriften zur Reformationszeit.
Anlass für die Schrift war die gegen Martin Luther gerichtete päpstliche Bannbulle. Der Kammerherr Karl von Miltitz aus Sachsen versuchte im Streit zwischen Luther und dem Papsttum zu vermitteln, indem er einen Sendbrief an Papst Leo X. schrieb und ihm die ins Lateinische übersetzte Denkschrift hinzufügte.
Luthers Schrift fasst die »evangelische Freiheit« eines Christen in Anlehnung an Paulus von Tarsus in zwei Sätzen dialektisch zusammen: »Ein Christ ist ein freier Herr über alle Dinge und niemandem untertan – durch den Glauben. – Ein Christ ist ein dienstbarer Knecht aller und jedermann untertan – durch die Liebe«

»Leben und Wirken von Ellen G. White « (pdf)  – Ellen G. White
Eine von ihr selbst verfasste Geschichte ihrer Erfahrung bis zum Jahre 1881, mit einer aus Originalquellen zusammengestellten Beschreibung ihres späteren Wirkens und ihrer letzten Krankheit

Weiterführende Links

Dr. Martin Luther:

»Das israelitische Heiligtum und die Zeit des Endes« (Artikel)
Hier finden Sie eine Abhandlung über das Israelitische Heiligtum und seine Bedeutung bis in unsere Zeit. Am Ende finden Sie auch einige der wichtigsten Prophezeiungen Jesu über die wir alle Bescheid wissen sollten.

»Die Symbolische Lehre der Stiftshütte« (deutsch) von A. J. Pollok
Hier handelt es sich um eine Übersetzung des Buches “Tabernacle’s Typical Teaching” von A.J. Pollock. Dieses Buch ist bisher nicht in deutscher Sprache erschienen.

»Die 10 Gebote« wurden verändert! Wo ist das Original?

»Bibel-Lexikon«, »Kleine Namenskonkordanz« und »Studienbibel« online auf Bibelkommentare.de

Ellen G. White Schriften: online in 11 Sprachen
Apps, Ebooks (PDF, mp3, eBook, Kindle)

Literatur

»An den christlichen Adel deutscher Nation von des christlichen Standes Besserung (deutsch)« – Martin Luther
In dieser Schrift rief Luther die Fürsten auf, die Reformation praktisch durchzuführen, weil die Bischöfe darin versagt hätten. Denn die »Romanisten« stellten die kirchliche Obrigkeit über die weltliche und behaupteten, nur der Papst dürfe die Bibel auslegen und ein Konzil einberufen. Bildung solle allen zugänglich sein, nicht nur dem Klerus. Zölibat und Kirchenstaat sollten abgeschafft, das Zinsnehmen eingeschränkt und das Betteln zugunsten einer geregelten Armenfürsorge verboten werden.

»Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche« – Martin Luther
(lateinischer Titel: De captivitate Babylonica ecclesiae, praeludium) ist eine der reformatorischen Hauptschriften des Jahres 1520, in der Martin Luther erstmals die Siebenzahl der Sakramente öffentlich in Frage stellt. Er reduziert die sieben katholischen Sakramente auf jene drei, die Jesus im NT selbst eingesetzt habe: Taufe, Abendmahl und Buße (Beichte). Bahnbrechend war vor allem die theologische Begründung: Jesu eigenes, gepredigtes Wort vermittelt das Heil.

Quellen

Text-Auszüge aus dem Vortrag »Die zwei Säulen der Reformation« von Prof. Dr. Walter Veith

Text-Auszüge aus dem Vortrag »Die Reformation … geht weiter!« von Nicola Taubert

Anmerkungen:

[1] »Hauptwerke Luthers«

»An den christlichen Adel deutscher Nation von des christlichen Standes Besserung (deutsch)« In dieser Schrift rief Luther die Fürsten auf, die Reformation praktisch durchzuführen, weil die Bischöfe darin versagt hätten. Denn die »Romanisten« stellten die kirchliche Obrigkeit über die weltliche und behaupteten, nur der Papst dürfe die Bibel auslegen und ein Konzil einberufen. Bildung solle allen zugänglich sein, nicht nur dem Klerus. Zölibat und Kirchenstaat sollten abgeschafft, das Zinsnehmen eingeschränkt und das Betteln zugunsten einer geregelten Armenfürsorge verboten werden.

»Von der babylonischen Gefangenschaft der Kirche« (lateinischer Titel: De captivitate Babylonica ecclesiae, praeludium) ist eine der reformatorischen Hauptschriften des Jahres 1520, in der Martin Luther erstmals die Siebenzahl der Sakramente öffentlich in Frage stellt. Er reduziert die sieben katholischen Sakramente auf jene drei, die Jesus im NT selbst eingesetzt habe: Taufe, Abendmahl und Buße (Beichte). Bahnbrechend war vor allem die theologische Begründung: Jesu eigenes, gepredigtes Wort vermittelt das Heil.

»Von der Freiheit eines Christenmenschen« (PDF), Martin Luther, 1520
(lateinischer Titel: De libertate christiana) Ist der Titel einer aus 30 Thesen bestehenden Denkschrift Martin Luthers aus dem Jahr 1520. Das Werk Luthers gehört zu seinen bedeutendsten Schriften zur Reformationszeit.