Glaubwürdigkeit der Bibel

Buch der Bücher und Liebesbrief Gottes an die Menschen…

 

»Jesus sprach nun zu den Juden, welche ihm geglaubt hatten:
Wenn ihr in meinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaft meine Jünger;
und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch frei machen«  (Johannes 8:31-32)

»Die Bibel im Test« (PDF) – Josh Mc Dowell

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Die Vertrauenswürdigkeit der Bibel

»Heilige sie in der Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit«  (Johannes 17:17)

Die Heilige Schrift ist ein aussergewöhnliches Buch. Kein anderes Werk hat für vergleichbares Aufsehen in der Weltgeschichte gesorgt. Die Bibel wurde geliebt und gehasst, verteidigt und bekämpft, gedruckt und vernichtet, verbrannt und wieder aus dem Feuer geholt, verbreitet und verboten.

Diese Verbreitung ist um so erstaunlicher, weil die Bibel parallel dazu wie kein anderes Buch der Weltgeschichte verfolgt wurde. Unter römischen Kaisern, im Mittelalter und in der Neuzeit gab und gibt es Bibelverbote.

Kein anderes großes Werk der Weltliteratur kann sich in punkto Zuverlässigkeit, Genauigkeit und Aktualität mit der Bibel messen. Kein anderes Buch hat die Jahrtausende so meisterhaft überdauert und steht heute so weit verbreitet und standfest da wie sie:

  • Einzigartigkeit der Entstehung, Überlieferung und Einheit der Bibel
  • Vertrauenswürdige Zeugen und historische Zuverlässigkeit
  • Archäologie bestätigt die Bibel (Ebla Tontafeln; Höhlen von Qumran; etc.)
  • Die eingetroffenen Voraussagen der Bibel (Prophezeiungen des AT und NT)
  • Prophetie: Die gesamte Weltgeschichte vorhergesagt (Daniel 2)
  • Das lehrreiche Zeugnis von Generationen
  • Das Selbstzeugnis und die Harmonie der Bibel
  • Einzigartigkeit in ihrer Aktualität
  • Erfahrbare Wahrheit und die verändernde Kraft der Bibel
  • Jesus bezeugt die Wahrhaftigkeit der Heiligen Schrift
  • Typologie, Soterologie und Eschatologie

Kein anderes »Heiliges Buch« anderer Religionen kann dies alles aufweisen!

Doch hat ein Buch, dessen älteste Schriften fast 3.500 Jahre alt ist, modernen Zeitgenossen noch etwas zu sagen? Wie vertrauenswürdig ist ihre Botschaft? Im Klartext: Was genau ist bei diesem Buch so anders?

Einzigartig in Entstehung und Einheit

»Denn niemals wurde eine Weissagung durch den Willen eines Menschen hervorgebracht, sondern von Gott her redeten Menschen,
getrieben vom Heiligen Geist« (2 Petrus 1,21)

 

Bibel-Harmonie: Die Kapitel der Bibel und ihre harmonische Beziehung zueinander (Quelle: Christopher Kramp)

Bibel-Harmonie: Die Kapitel der Bibel und ihre harmonische Beziehung zueinander
(Quelle: Christopher Kramp)

Obwohl die Bibel mit 66 Büchern (39 im A.T., 27 im N.T.) eigentlich eine ganze Bibliothek darstellt, ist sie nur ein Buch. Bei der Bibel waren mehr als 40 Autoren am Werk, die sich bis auf wenige Ausnahmen nicht kannten. Sie schrieben gemeinsam das Buch in einem Zeitraum von zirka 1.600 Jahren (ca. 1.400 v. Chr–95 n. Chr.)

Die Autoren kamen aus unterschiedlichen Milieus und Kulturen. Sie waren von Beruf Politiker (Daniel), Soldat (Josua), König (David, Salomo), Fischer (Petrus), Arzt (Lukas), Zollbeamter (Matthäus) oder jüdischer Gelehrter (Paulus). Sie verwendeten drei Sprachen: Das Alte Testament hauptsächlich in hebräisch, teilweise auch in aramäisch, das Neue Testament in griechisch.

  • 66 Bücher (39 im A.T., 27 im N.T.)
  • geschrieben von ca. 40 Autoren (die sich meist nicht kannten)
  • aus unterschiedlichen Kulturen, Milieus und Berufen
  • auf 3 Kontinenten in 3 verschiedenen Sprachen
  • in einem Zeitraum von ca. 1.600 Jahren

Der eine schrieb in seinem Palast, ein anderer in der Wüste und der dritte im Gefängnis. Ihre Schriften entstanden in drei Erdteilen (Afrika, Asien, Europa) und in drei Sprachen (Hebräisch, Aramäisch, Griechisch). Sie wurden innerhalb nur kurzer Zeit nach ihrer Abfassung von den Empfängern als autoritatives Wort Gottes erkannt und als solches respektiert. Man brachte ihnen so grosse Ehrfurcht entgegen, dass man sogar bereit war, sein Leben dafür zu lassen.

Mit der Zeit entstanden so die Bücher der Bibel. Mose verfasste fünf davon, Als König David regierte waren wieder einige dazu gekommen und kurz nach der babylonischen Gefangenschaft (6. Jhdt. v.Chr.), zur Zeit des Schriftgelehrten Esra, war das Alte Testament nahezu fertig. Vierhundert Jahre vor Christi Geburt war der erste Teil der Bibel fertig gestellt, so wie wir ihn heute unverändert vor uns haben.

Die Entstehung des zweiten Teils der Bibel, des Neuen Testamentes ist beinahe noch bemerkenswerter. Die einzelnen Bücher wurden verfasst, ohne dass es einen Plan oder Absprachen dafür gegeben hätte. Wie auch beim Alten Testament waren die Autoren ganz unterschiedliche Persönlichkeiten, die oft weit voneinander entfernt lebten. Die entstandenen Schriften kursierten und wurden gesammelt und aufbewahrt in den verschiedenen Christengemeinden der damaligen Zeit.

Auch die Verfasser der vier Evangelien, Matthäus, Markus, Lukas und Johannes setzten sich nicht erst zusammen, um ihre Schriften untereinander abzusprechen, sondern unabhängig voneinander entstanden diese vier Berichte, jeder davon mit einer ganz besonderen Färbung und von einem ganz bestimmten Standpunkt aus. So schildert Matthäus Jesus vor allem als König, Markus hingegen zeigt Jesus in seiner Knechtsgestalt, Lukas, der Arzt beschreibt ihn als wahren Menschen, während Johannes ihn als Gottes Sohn darstellt. So ergab sich aus vielen Einzelbestandteilen eine Einheit, die die Werke auf wunderbare Weise miteinander verband.

Besonders interessant: Obwohl die Schreiber sich nicht absprechen konnten, zieht sich ein roter Faden, vom 1. Buch Mose bis zur Offenbarung. Dort, wo die Schreiber über gleiche Ereignisse berichten, ergänzen sie sich oft, indem sie die Geschichte aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchten. Woher kommt diese einzigartige Harmonie in der Bibel? Wer zog den roten Faden vom ersten bis zum letzten Buch?

Einzigartig in ihrer Überlieferung

Woher wissen wir, dass wir heute den Text haben, der vor zwei oder drei Jahrtausenden niedergeschrieben wurde? Ist es nicht wahrscheinlich daß bei handschriftlichen Überlieferungen mehr und mehr Verfälschungen in den Text gekommen sind?

Fakten statt Mythen

Schriftrolle von Qumran am Toten Meer

Bild: Schriftrolle von Qumran am Toten Meer (Höhle 1), Teil der Jesaja Rolle – ca. 100 v. Chr.

Fachleute aus dem speziellen Bereich der theologischen Forschung, die sich auf Originaltexte [1] spezialisiert haben, bestätigen die Zuverlässigkeit der biblischen Überlieferung. Von der Bibel existieren mehr Handschriften, als von zehn willkürlich ausgewählten klassischen Werken zusammen. Wenn man von einem antiken Werk fünf oder zehn Handschriften hat, gilt dieses Werk als gut belegt. So sind zum Beispiel von Caesars Gallischem Krieg («De Bello Gallico») nur zehn Manuskripte überliefert worden – das früheste um 900 n. Chr.

Allein vom Neuen Testament kennen wir jedoch über 5.000 griechische Manuskripte, dazu viele Tausend Handschriften von Übersetzungen und Tausende von Zitaten bei Autoren der frühen Kirchengeschichte. Vom Alten Testament existieren zwar weniger Manuskripte, aber diese wurden dafür noch sorgfältiger überliefert. Bis zur Zeit des Humanismus im 15. Jahrhundert lag die Überlieferung in Händen der Juden (Masoreten), die nach einem strikten System höchsten Wert auf eine getreue Abschrift des Textes legten.

Entsprechend ist auch die Genauigkeit des Textes: Im Neuen Testament gibt es maximal zwanzig Verse, von denen man nicht exakt weiss, wie sie lauten. Dadurch wird aber der theologische Inhalt nicht angetastet. Bei säkularen klassischen Werken sind im Vergleich oft Hunderte von Stellen unklar und entstellt überliefert. In punkto Überlieferung ist die Bibel absolut vertrauenswürdig!

Zum Vergleich: Antike Geschichtsschreibung birgt ihre Problematik darin, dass einerseits häufig nur wenige Manuskriptkopien erhalten sind und andererseits die frühesten dieser Kopien oft über 1000 Jahre nach den eigentlichen Ereignissen datiert werden. Ein anderes Problem ist, dass es nicht übermäßig viele antike Geschichtsschreiber gab, und dass die Art und Weise, wie damals Geschichte geschrieben wurde, nicht den heutigen Standards entspricht.

Antike Manuskripte
Werk Abfassungsdatum Früheste Kopie Zeitspanne Anzahl Kopien
Caesar 100-44 v.Chr. 900 n.Chr. 1000 Jahre 10
Plato 427-347 v.Chr. 900 n.Chr. 1200 Jahre 7
Tacitus 100 n.Chr. 1.100 n.Chr. 1000 Jahre 20
Plinius d.J. 61-113 n.Chr. 850 n.Chr. 750 Jahre 7
Thukydides 460-400 v.Chr. 900 n.Chr. 1300 Jahre 8
Sueton 75-160 n.Chr. 950 n.Chr. 800 Jahre 8
Herodot 480-425 v.Chr. 900 n.Chr. 1.300 Jahre 8
Sophokles 496-406 v.Chr. 1.000 n.Chr. 1.400 Jahre 100
Catullus 54 v.Chr. 1.550 n.Chr. 1.600 Jahre 3
Euripides 480-406 v.Chr. 1.100 n.Chr. 1.500 Jahre 9
Demosthenes 383-322 v.Chr. 1.100 n.Chr. 1.300 Jahre 200
Aristoteles 384-322 v.Chr. 1.100 n.Chr. 1.400 Jahre 5
Aristophanes 450-385 v.Chr. 900 n.Chr. 1.200 Jahre 10
Zum Vergleich:
Neues
Testament
40-100 n.Chr. 125 n.Chr. 25 5000 Griechische
10000 Lateinische
9300 Andere

»Alter antiker Manuskripte« (Tabelle 1) von F. W. Hall [3]

Welche dieser Quellen ist wohl die Verlässlichste (alleine von den Daten und Fakten)? Wie ist es dann aber möglich, daß die Leute ständig den Eindruck erhalten die Bibel wäre ein Fabelbuch und alle anderen Geschichtsquellen sind sehr verlässlich?.

Alles was wir für absolut wahr halten, basiert in etwa auf diesem Quellmaterial. Wohlgemerkt das ist der Wissenstand von 1800! Denn Heute wissen wir daß die Bibel mit Abstand das am besten belegteste und verlässlichste antike Dokument ist überhaupt! Wenn wir die Bibel ablehnen, müssten wir eigentlich die komplette antike Geschichtsschreibung ablehnen! [3]

Frühe Glaubensbekenntnisse und historische Tatsachen

Frühe Glaubensbekenntnisse sind insofern von Bedeutung, da sie bereits von den ersten Christen des ersten Jahrhunderts Einblicke in Geschehnisse geben, die nicht erst in die Evangelien „eingebaut“ wurden, wie manche kritische Gelehrte glauben, insbesondere diejenigen, die die Autorenschaft der Evangelien anzweifeln und der Meinung sind, dass diese erst im 2. Jahrhundert n.Ch. verfasst wurden.
Da die Paulusbriefe vermutlich der Schriftlegung der meisten Evangelien vorangehen, sind die dort anzutreffen Zitate solcher Glaubensbekenntnisse sehr aufschlussreich. Es ist außerdem weitgehend anerkannt, dass solch alte Tradition echte historische Ereignisse präsentiert

Die Bedeutung des Glaubensbekenntnisses aus 1 Korinther 15:33f kann gar nicht hoch genug eingeschätzt werden; zeigt es doch, dass man nicht länger behaupten kann, dass es keine überprüfbaren frühen Augenzeugenberichte für den Tod und die Auferstehung Jesu gibt. Entsprechendes gilt auch für andere frühe Glaubensbekenntnisse. Deswegen und aufgrund einer Reihe anderer Gründe hat sich eine „Minimalzahl“ von praktisch allen kritischen Gelehrten als historisch anerkannte Tatsachen herausgeschält, und zwar unabhängig von der Schule der diese Gelehrten angehören. Dazu zählen vor allem auch die Kreuzigung und Auferstehung Jesu. [3]

Einzigartig in ihrer Verbreitung

Kein anderes Buch der Weltgeschichte ist so verbreitet oder wurde so häufig übersetzt. Beretis um 200 v. Chr. erschien die erste Übersetzung des Alten Testaments in griechischer Sprache, die so genannte «Septuaginta».

Heute liegen Bibeln und Bibelteile in über 2.000 Sprachen und Dialekten vor und kein zweites Buch kommt in den Verkaufszahlen auch nur annähernd an die Bibel heran. Ob Homer, Thomas von Aquin, Shakespeare, Goethe oder populäre moderne Autoren – die Bibel überragt die Auflagenzahl nach wie vor um ein Vielfaches.

Und dies obwohl die Bibel wie kein anderes Buch der Weltgeschichte verfolgt wurde. Unter römischen Kaisern, im Mittelalter und in der Neuzeit gab und gibt es Bibelverbote. So wurde beispielsweise 1199 von Papst Innozenz III., 1229 auf der Synode von Toulouse und 1233 auf der Synode von Béziers den, Laien das Besitzen und Lesen der Bibel in der Volkssprache untersagt. Auf der Synode von Tarragona (1234) wurde jeder zum Ketzer erklärt, der eine Bibelübersetzung nicht innerhalb von acht Tagen seinem Bischof zum Verbrennen abliefere.
Und doch wurde dieses Buch nicht ausgerottet!

Vertrauenswürdige Zeugen

John Wyclif (ca. 1330-1384)

John Wyclif (ca. 1330-1384)

Die Bibel verdient auch im Blick auf die Qualität der Zeugen unser Vertrauen. Die Schreiber des Neues Testaments gelten als vertrauenswürdig, weil sie über das schrieben, was sie gehört und gesehen hatten, bzw. über das, was sie aus erster Hand überliefert bekamen (siehe 1. Johannes 1:1). Sie können mit Recht sagen: »Wir sind Zeugen von diesen Dingen«.

Die Schreiber konnten sich Ungenauigkeiten gar nicht leisten, da viele Beobachter noch lebten und das Christentum viele Feinde unter Juden und Römern hatte – ganz zu schweigen von Verdrehungen der Tatsachen! Einige Male können die Autoren des Neuen Testamentes sogar darauf verweisen, dass die Leser den Wahrheitsgehalt ihrer Aussagen überprüfen können (Paulus in 1. Korinther 15). Folglich muss das Neue Testament als kompetente Primärquelle aus dem ersten Jahrhundert betrachtet werden!

Zeugen in der gesamten Geschichte

Als aus den frühchristlichen Gemeinden die sogenannte christliche Kirche wurde war nicht mehr von Urchristen die Rede, sondern nur noch von Christen, so meinen viele; die Urchristen versanken angeblich in der Vergessenheit. In Wirklichkeit war es aber ganz anders:

Wie die Geschichte beweist, versiegte der urchristliche Strom nie, sondern es traten immer wieder geläuterte Christen auf die ein Christentum in der Nachfolge des Jesus von Nazareth lebten und lehrten. Von den Kirchen wurden sie immer wieder unterdrückt; und sie bezahlten ihr Eintreten für ein wahres Christentum vielfach mit dem Leben.

Katharer, Waldenser, Lollarden, Hussiten und Täufer zeigen, dass der Impuls eines Christentums der Bergpredigt nicht auf Dauer unterdrückt werden kann, dass er sich immer wieder auf unterschiedliche Weise Bahn bricht. Ihre Geschichte zeigt aber auch, dass es der Romkirche im Laufe der Jahrhunderte blutiger »Ketzer«-Verfolgung gelungen war, wesentliche Teile der ursprünglichen Botschaft des Jesus von Nazareth zu unterdrücken. [2]

Auch durch das ganze Mittelalter hindurch hatte die römische Kirche das wahre Evangelium unterdrückt und verfolgt und nach Kräften versucht, die Botschaft der Bibel von den Menschen in ihrem Herrschaftsbereich fernzuhalten. Dagegen hatte es immer wieder Widerstand gegeben. Bewegungen wie die Waldenser in Oberitalien hatten das biblische Evangelium und die Heilige Schrift festgehalten und immer wieder heimlich ausgebreitet.

Zeugen der Reformation

Es kam zu einem geistlichen Aufbruch, der von Gott dazu gebraucht wurde, das Licht des Evangeliums zu vielen Menschen in Europa zu tragen. Die führenden Lehrer der Reformation erkannten grundlegende Wahrheiten der Bibel und des echten Evangeliums und verkündigten sie mutig unter dem Volk. Vor allem die Wahrheit der Errettung allein durch Christus, allein aus Gnade, allein durch den Glauben an das vollbrachte Erlösungswerk Jesu Christi wurde in jener Zeit auf den Leuchter gestellt.

Zugleich wurde die Heilige Schrift und ihre Lehren in zuvor unvorstellbarer Freiheit verbreitet. Was die römischen Irrlehrer verdunkelt hatten, kam immer weiter ans Licht. Bewegungen, in denen der Geist Gottes zur Ausbreitung des Evangeliums wirkte und die Wahrheiten der Schrift wieder auf den Leuchter stellte.

–> Dieses Thema wird im geplanten Abschnitt »Geschichte: die Zeugen« noch vertieft.

Archäologie

Auch die historische Zuverlässigkeit der Berichte ist vielfach belegt worden. Immer wieder hat man der Bibel vorwerfen wollen, dass ihre Berichterstattung hier und da geschichtlich ungenau oder falsch sei. Und immer wieder wurde das Gegenteil nachgewiesen! Beispiele dafür haben wir in grosser Zahl sowohl im Alten wie auch im Neuen Testament. Es geht darum zu zeigen, dass man durchaus nicht seinen Verstand an der Garderobe des Glaubens abgeben muss.

Im Buch Daniel wird in Kapitel 5 berichtet, dass Daniel bei einem Fest des Königs Belsazar geladen war, um eine geheimnisvolle Schrift zu entziffern. Als Daniel diese Schrift entziffern konnte, bot ihm Belsazar den dritten Platz in seinem Reich an.
Lange Zeit gingen Kritiker davon aus, dass die Bibel an dieser Stelle falsch berichte. Der babylonische König hätte nach Urkundenfunden Nabonid heissen müssen. Der Zweifel am biblischen Bericht hielt sich hartnäckig, bis man einen sehr interessanten Stein entdeckte. Darauf war ein Gebet eingraviert um ein »langes Leben für Nabonid und dessen Sohn Belsazar«.

Vor einigen Jahrzehnten nun fand man ägyptische Texte, die belegen, dass Nabonid oft unterwegs war und dann seine Königswürde vertretungsweise an seinen Sohn Belsazar übergab. Die Bibel berichtet uns im Buch Daniel also ganz exakt.

Man könnte eine grosse Anzahl von ähnlichen Fällen aufzeigen, die deutlich machen, dass die Bibel in ihren Aussagen (auch den historischen) ernst zu nehmen ist. Noch vor hundert Jahren hielten z. B. manche Theologen vieles von dem, was Lukas in seinem Evangelium und der Apostelgeschichte schrieb, für blanke Erfindung. Heute weiss man es besser:

Bei der Geschichte der Geburt Jesu sollte es zum Beispiel keine Volkszählung gegeben haben. Man hatte nur Überlieferungen von unter Quirinius durchgeführten Volkszählungen, die etwa zwölf Jahre zu spät stattgefunden hatten. Heute weiss man aber, dass es tatsächlich mehrere Volkszählungen gab, und dass ein gewisser Quirinius schon um 7 v. Chr. Statthalter von Syrien war.

Der von Lukas in 3:1 erwähnte Lysias von Abilene wurde für eine Legende gehalten, weil man nur einen Lysias kannte, der ca. 36 v. Chr. gestorben war. Eine bei Damaskus gefundene Inschrift bestätigt nun, dass zwischen 14 und 29 n.Chr. noch einmal ein Lysias herrschte.

–> Dieses Thema wird im Abschnitt »Biblische Archäologie« noch vertieft.

Eintreffende Zukunftsvorhersagen (Prophetie)

Standbild aus der Prohezeiung (Daniel 2): Die fünf Weltreiche

Standbild aus der Prohezeiung (Daniel 2): Die fünf Weltreiche

Den Verlauf der  Weltgeschichte können wir in den Geschichtsbüchern nachlesen, doch in der Bibel stand es teilweise tausende Jahre früher. Die Bibel ermöglicht das, was kein anderes Werk auch nur ansatzweise schafft: sie gibt einen Überblick über den Verlauf der Menschheitsgeschichte vom Anfang bis zum Ende. Somit steht nicht nur geschrieben was geschah,  sondern genauso was noch kommen wird!

Im Buch Daniel (Kapitel 2 und 7) wurden bereits im 6. Jhdt. vor Christus die kommenden Weltreiche Babylon, Medo-Persien, Griechenland und Rom exakt vorher gesagt. Auch die Nachfolgestaaten Roms sowie der weitere Verlauf bis zum Ende der Welt und das Kommen des Messias. Im Kapitel 7 wird diese Prophezeiung noch vertieft. Bis auf einen kleinen Rest hat sich bereits alles bis ins Detail erfüllt.

Erfüllte Prophetie ist etwas, was es sonst in der Literatur in dieser Form nicht gibt. Für Christen ist sie ein Hinweis darauf, dass Gott selbst hinter der Bibel steht. Keine andere »Religion« kann auf erfüllte Prophetien verweisen! Die Bibel enthält über 3.000 Vorhersagen verschiedenster Art: In Bezug auf einzelne Völker, auf Israel, auf bestimmte Personen und Städte.

In besonderer Weise berichtet die Bibel auch über sehr viele Prophetien in Bezug auf den Messias Jesus. So geben beispielsweise Jesaja 52:13, Jesaja 53:12 und Psalm 22 Details über seinen grausamen Kreuzigungstod wieder – Jahrhunderte bevor diese schreckliche Form der Exekutierung von den Römern überhaupt angewendet wurde!

Jesus in der Prophetie

Es gibt spannende Berichte über historische Persönlichkeiten. Bei den Aussagen über Jesus Christus kommt noch etwas Außergewöhnliches hinzu: Sein Leben wird vorausgesagt. Das finden wir bei keinem »Religionsstifter«. Durch die Jahrhunderte haben Propheten Einzelheiten seines Lebens beschrieben. Hier nur einige Beispiele:

Jesu Geburt
Prophezeiung Vorhersage Erfüllung
Geburtsort Micha 5:2 Matthäus 2:1
Mutter Jesaja 7:14 Matthäus 1:18-21
Stamm 1. Mose 49:10 Hebräer 7:14
Familie Jesaja 11:1 Offenbarung 22:16
Zeit Daniel 9:25 Markus 1:14-15

 

Jesu Leben
Prophezeiung Vorhersage Erfüllung
Seine Botschaft Jesaja 61:1-3 Lukas 4:16-21
Triumphaler Einzug Sacharja 9:9 Matthäus 21:1-11
Verrat Psalm 41:9 Johannes 13:18-19
30 Silberlinge Sacharja 11:12 Matthäus 26:14
bespuckt Jesaja 50:6 Matthäus 27:30

 

Jesu Tod
Prophezeiung Vorhersage Erfüllung
Zeit seines Todes Daniel 9:26 Matthäus 27:45-50
als Verbrecher Jesaja 53:12 Markus 15:27-28
verspottet Psalm 22:7-8 Matthäus 27:41-44
Kein Knochenbruch Psalm 34:20 Johannes 19:36
Auferstehung Psalm 16:10 Apg. 2:30-32

 

All dies stand bereits bis zu mind. 200 Jahre vor Christus im alten Testament. Sowohl die Vorhersage stammt von unterschiedlichen Propheten als auch die Erfüllung von den verschiedenen Jüngern. Nach dem Prinzip der Bibel gilt eine Sache als bestätigt wenn sie mind. 2-3 Zeugen hat.

Tyrus

Der Prophet Hesekiel sagte Hunderte von Jahren voraus, dass die Stadt Tyrus zerstört und die Ruinen ins Meer geworfen werden würden um niemals mehr errichtet zu werden (Hesekiel 26).

Es kam auch genau so: Der babylonische König Nebukadnezar war es, der die Stadt zerstörte und später benutzte Alexander der Grosse die Ruinen, um damit einen Damm zu einer küstennahen Insel zu bauen. Dieser Damm kann auch heute noch besucht werden als stiller Zeuge biblischer Prophetie.

Und das ist erst der Anfang, denn die Heilige Schrift schenkt uns auch prophetische Einblicke in die gesamte Weltgeschichte (Bücher Daniel und Offenbarung). Im Buch Daniel wird die gesamte Weltgeschichte detailliert vorhergesagt. Das was wir heute als Geschichte kennen ist demnach bis ins Detail erfüllte biblische Prophetie.

Schützende oder bedingte Prophetie

Doch die Bibel geht noch weiter: Sie zeigt uns nicht nur detailreich zukünftiges Geschehen um zu warnen, sondern erklärt auch sehr genau wie jeder einzelne das Beste daraus machen kann. Vieles hätte verhindert werden können, wenn die Israeliten den Propheten Gottes geglaubt und getan hätten was diese ihnen rieten.

Ein Beispiel für sogenannte »bedingte Prophetie« in der Bibel ist Jona, mit seiner Vorhersage des Unterganges von Ninive. Der Prophet Jeremia fasst dies in Worte:

»Bald rede ich über ein Volk und Königreich, dass ich es ausreißen, einreißen und zerstören will; wenn es sich aber bekehrt von seiner Bosheit, gegen die ich rede, so reut mich auch das Unheil, das ich ihm gedachte zu tun. Und bald rede ich über ein Volk und Königreich, dass ich es bauen und pflanzen will;  wenn es aber tut, was mir missfällt, dass es meiner Stimme nicht gehorcht, so reut mich auch das Gute, das ich ihm verheißen hatte zu tun« (Jeremia 18:7-10)

–> Dieses Thema wird im Abschnitt »Prophetie neu entdecken« noch vertieft

Das lehrreiche Zeugnis von Generationen

»Alle Schrift ist von Gott eingegeben und nützlich zur Lehre, zur Überführung, zur Zurechtweisung, zur Unterweisung in der Gerechtigkeit« (2 Timotheus 3:16)

Perlbibel: Handschrift Pergament Paris (ca. 1270)

Perlbibel: Handschrift Pergament Paris (ca. 1270)

Die Bibel schenkt uns also nicht nur wertvolle Einblicke in Vergangenheit und Zukunft, sondern ermöglicht vor allem auch aus den Erfahrungen vergangener Generationen zu lernen um nicht die gleichen Fehler zu wiederholen.

Kein anderes Buch wagt es so ehrlich und direkt mit dem Leser ins Gericht zu gehen. Aber in keinem anderen Buch wird der Leser Wahrheit in so verdichteter Form finden wie in der Heiligen Schrift!

–> Dieses Thema wird im Abschnitt »Heiligtumslehre« noch vertieft.

Typologie, Soterologie und Eschatologie

Die Bibel ist unmöglich nur durch Menschengeist entstanden: Sie ist ein Geschichtsbuch, ein prophetisches Buch, ein Heilsbuch.

Jede Seite die man in der Bibel liest, öffnet neue Türen: Man findet auf jeder Seite, in jeder Geschichte eine Soterologie (eine Heilsgeschichte). Nicht nur das: Auf jeder Seite, in jeder Geschichte haben wir auch eine Eschatologie (Hoffnung und Vollendung) mit Bezug auf die Zukunft und eine Typologie (Ein Bild von einem größeren Ereignis).

Typologie (von gr. typos, Urbild, Vorbild): Es geht dabei in erster Linie um »Verheißung« und »Erfüllung«: Das, was im Alten Testament angekündigt wird, vollendet sich im Neuen Testament:

  • Am Holz des Paradieses bringt die Schlange den Tod – Am Holz des Kreuzes bringt Christus das Leben
  • Jona entsteigt dem Walfisch – Christus ersteht aus dem Grab
  • Israel zieht durch das Rote Meer in die Freiheit – Der Gläubige Christ gelangt durch die Taufe ins neue Leben
  • Josef wurden von seinen Brüdern verkauft – Jesus wurde von Judas verraten und verkauft

–> Dieses Thema wird im Abschnitt »Heiligtumslehre« noch vertieft

Einzigartig in ihrer Aktualität

Wenn ein Buch so alt ist, sollte man vermuten, dass der Inhalt mit unserem Leben heute kaum noch etwas zu tun hat. Tatsächlich bezeugen aber bis heute Millionen von Christen, dass ihr Leben verändert wurde, nachdem sie sich auf die Bibel und ihre Botschaft eingelassen haben. Die Gesetze ganzer Nationen sind durch die Bibel massgebend beeinflusst worden. Selbst das deutsche Grundgesetz wäre ohne die Bibel nicht vorstellbar. Dieses Buch hat durch seine Impulse in der Reformation die Welt tatsächlich auf den Kopf gestellt!

–> Dieses Thema wird in den Abschnitten »Geschichte und Reformation« und »Berichte & Zeugnisse« noch vertieft.

Erfahrbare Wahrheit

»Der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe« (Johannes 14:26)

Das stärkste Argument für die Zuverlässigkeit der Bibel befindet sich allerdings immer noch auf einer völlig anderen Ebene: In der ganz realen Erfahrbarkeit einer lebendigen Beziehung zu dem, der hinter der Bibel steht – zu Gott selbst.

Wer sich auf die Gedanken der Bibel einlässt, kann durch den Heiligen Geist erfahren, dass hinter der Heiligen Schrift ein lebendiger Gott steht. Dietrich Bonhoeffer (1906–1945) hat einmal gesagt: »Ich glaube, dass die Bibel allein die Antwort auf all unsere Fragen ist und dass wir nur anhaltend und demütig zu fragen brauchen, um die Antwort von ihr zu bekommen«

Nicht erst in der heutigen Zeit, wo vieles ins Wanken gerät, kommt es darauf an, eine Grundlage zu haben, die absolut vertrauenswürdig ist. Gottes Wort hat Menschen zu aller Zeit dieses Fundament geliefert, indem es sie in die Beziehung zu ihrem Schöpfer geführt hat. Durch den Glauben an Jesus Christus, der die Erfüllung der ganzen Schrift und Gottes Wort in menschlicher Gestalt ist, kann Wahrheit in jedem Leben Raum gewinnen. Die Bibel beweist sich am liebsten mitten im Leben.

–> Dieses Thema wird im Abschnitt »Immanuel – Gott mit uns« noch vertieft

Jesus als Zeuge

»Wahrlich, ich sage euch, bis Himmel und Erde vergehen,
wird nicht vergehen der kleinste Buchstabe, noch ein Tüpfelchen vom Gesetz,
bis alles geschieht« (Matthäus 5:18)

Jesus selbst garantiert immer wieder die Vertrauenswürdigkeit der Bibel. Er hat sich nicht nur in einigen Schlüsselsätzen dazu geäußert, sondern er hat dies immer wieder betont: in Predigten, in Gesprächen, in Auseinandersetzungen mit seinen Gegnern. In der Zeit vor seiner Kreuzigung genauso wie in den 40 Tagen zwischen Auferstehung und Himmelfahrt.

Die historische Zuverlässigkeit

Martin Luther Bibel 1543

Die erste vollständige Bibelübersetzung von Martin Luther 1534

Immer behandelt Jesus die in der Bibel erwähnten Personen und Ereignisse als reale Geschichte. Ob Jesus vom Brudermord des Kains spricht oder von der Sintflut, ob er an die Person des Abraham erinnert oder sich auf die Zerstörung von Sodom und Gomorrah bezieht. Er unterscheidet auch nicht zwischen älteren und jüngeren Passagen des Alten Testaments. Sie werden von ihm durchgängig behandelt als ernstzunehmende Berichte über echte Personen und wirkliche Ereignisse.

Die Art und Weise wie Jesus alttestamentliche Geschichten einsetzt, macht völlig klar, dass er sie nicht als Legenden oder Lehrerzählungen oder Symbole versteht, sondern immer als echte Geschichte. Und dabei fällt auf, dass Jesus besonders gern jene Berichte anführt, an denen der sogenannte moderne Zeitgenosse besonderen Anstoß nimmt, zum Beispiel Jona im Bauch des großen Fisches (Matthäus 12:41). Im nächsten Vers führt Jesus noch eine weitere Person an, nämlich die Königin von Saba. Sie wird bei derselben Veranstaltung auftreten wie die Leute von Ninive (Matthäus 12:42).

Die Verwendung der Jonageschichte lässt keinen anderen Schluss zu, als dass Jesus sie für ein reales Ereignis hält. Er spricht vom jüngsten Gericht, in dem Jesus selbst als Richter auftreten wird. In diesem realen Gericht werden die Leute von Ninive als reale Zeugen erscheinen.

Jesus behandelt die Königin von Saba und Salomo, an deren Existenz kaum einer zweifeln wird, genauso realistisch wie die Vorgänge um den Propheten Jona. Und man könnte viele ähnliche Beispiele anführen (Noah, den Schöpfungsbericht, etc.).

Jesus bestätigt deutlich die historische Zuverlässigkeit des alttestamentlichen Befundes, und er bestätigt auch die Autorität der alttestamentlichen Lehre. Mit den theologischen Experten seiner Zeit hat Jesus diesbezüglich harte Kontroversen ausgetragen. Die »Theologen« hatten schon damals Gottes Wort mit menschlichen Meinungen und Traditionen vermischt. Und gegen diese Verfälschungen und Verzerrungen des Alten Testaments ist Jesus mit Nachdruck vorgegangen.

Die göttliche Inspiration

Jesus betonte immer wieder die göttliche Inspiration des Alten Testaments.
Das Grundprinzip findet sich in Markus 12:36: Jesus zitiert Psalm 110, einen Psalm Davids. Und er schickt dem folgende Einleitung voran: »David selbst hat durch den Heiligen Geist gesagt … « Jesus unterschlägt nicht den David. Er unterschlägt nicht die menschlichen Verfasser der Bibel.

Aber gleichzeitig macht er deutlich: Der eigentliche Autor, der hinter allen biblischen Schriften steht, ist Gott selbst. Er leitet die Verfasser mit ihren Begabungen und Schreibstilen. Er gebraucht sie durch seinen heiligen Geist. Und diese göttliche Autorschaft ist es, die den Schriften der Bibel das Siegel der absoluten Vertrauenswürdigkeit aufdrückt.

Beglaubigung der neutestamentlichen Schreiber

Jesus hat seine Worte nicht selbst aufgeschrieben, sondern sie seinen Jüngern eingeschärft und angekündigt daß diese seine Worte und Werke zuverlässig weitergeben werden. Er beglaubigt die Autorität der neutestamentlichen Schreiber.

»Und auch Ihr [wie der Heilige Geist, von dem er vorher gesprochen hat],
seid meine Zeugen, denn Ihr seid von Anfang an bei mir gewesen«
(Johannes 15:27)

Dann macht Jesus deutlich, daß der Heilige Geist ihnen auch Neues lehren und ihnen Dinge klarmachen wird, die sie jetzt noch nicht fassen können. Dieses Leiten, Lehren, Erinnern und Neuoffenbaren durch den Heiligen Geist kommt dadurch endgültig zum Ziel, dass die Schriften des Neuen Testaments geschrieben werden und den biblischen Kanon abschließen.

»Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr könnt es jetzt nicht ertragen.
Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird,
wird er euch in alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht aus sich selber reden;
sondern was er hören wird, das wird er reden,
und was zukünftig ist, wird er euch verkündigen« (Johannes 16:12-13)

–> Dieses Thema wird im Abschnitt »Immanuel – Gott mit uns« noch vertieft

 

Mediathek (Video)

Typologie der Befreiung – Prof. Dr. Walter Veith
Teil 11 aus der Serie Reformation – die Wahrheit neu entfachen
Die Reformation ist wie die gesamte Geschichte des Volkes Gottes eine Geschichte der Befreiung zu wahrer Anbetung. Der Auszug aus Ägypten gegen den erbitterten Widerstand des Pharaos ist ein Bild für den endzeitlichen Sieg der Getreuen über eine heidnische Ersatzreligion, die Wahrheit und Irrtum miteinander vermischt, ganz wie zu Zeiten Elias. Die alten heidnischen Kulte haben bis heute überlebt, aber auch der »Endzeit-Elia« verkündigt seine Entscheidungsbotschaft weltweit, bevor Gottes Gerichte hereinbrechen.

»Archäologie und die Glaubwürdigkeit der Bibel« – Prof. Dr. Walter Veith
Teil 1 aus der Serie Bludenz: Der Auszug aus Ägypten sowie die Städte Tyrus und Petra. Antike Geschichte und moderne Fakten bestätigen auf beeindruckende Weise die Glaubwürdigkeit der Bibel. Ein Buch wie kein anderes … Warum schweigen die ägyptischen Chroniken? … Die vielen Götter der Ägypter … Die 18. Dynastie … Versteckte Hinweise auf den Exodus … Armanaperiode … Wer war der Gott Aton? … Das Schicksal der Stadt Tyrus … Felsenstadt Petra

Vertrauenswürdige Zeugen

Vom Schatten zum Licht – Olaf Schröer
Vortragsreihe basierend auf dem gleichnamigen Buch.
Dieses 42teilige Seminar liefert einen eindrucksvollen und detaillierten Abriss der Geschichte des christlichen Abendlandes. Mit prophetischem Scharfblick werden die tieferen Zusammenhänge im langen Kampf zwischen Wahrheit und Irrtum, Licht und Finsternis aufgedeckt. Gottes Pläne für die Welt sind größer als die menschliche Vorstellungskraft. Dieses Seminar weitet den Horizont und blickt in die Zukunft. Der Kampf ist vorüber, wenn das verheißene Reich Gottes die Heilsgeschichte vollendet. Grundlage bildet das gleichnamige Buch von Ellen G. White (auch als pdf verfügbar)

Der Grosse Kampf – Mag. Kurt Piesslinger
Thematisch werden in dieser 41teiligen Serie alle Kapitel aus dem gleichnamigen Buch von Ellen White behandelt (pdf). Dabei versteht es Kurt Piesslinger jedoch, eigene Gedanken einzubauen und zu entwickeln und erzählt damit die einzelnen Kapitel nicht einfach nach.

Die Reformation… geht weiter! – Nicola Taubert
Diese Serie behandelt jene Themen der Bibel, an denen die Reformation stehen blieb. Doch biblische Prophetie offenbart uns, dass es vor Jesu Wiederkunft zu einer erneuten weltweiten Reformation kommen wird.

Was als Gelehrtendisput beginnt, wird zu einem epochalen Lauffeuer: Die Wiederentdeckung der Bibel trifft die mittelalterliche Gesellschaft ins Mark. Die Reformation nimmt ihren Lauf. Was als flackerndes Licht beginnt, wird zu einem hellen Strahl, der über Deutschland hinaus ganz Europa erhellt.
Doch schon bald stößt die Reformation auf bitterlichen Widerstand Roms in Form einer gezielten Gegenreformation. Unterdrückung der Wahrheit und Verfolgung reformatorisch Gesinnter bleiben nicht aus. Deutschland und Europa werden zum Schauplatz des Kampfes um die Wahrheit.
Brennt das Licht der Reformation noch heute? Warum verlor die Reformation im 16. Jh. wieder ihre leuchtende Kraft und scheiterte im 20. Jahrhundert schließlich gänzlich? Was erfordert es, die Reformation neu zu entfachen?

Das Evangelium

Gott mit uns – Christopher Kramp
Hat Gott Gefühle? Und wenn ja, hat er eine Geliebte? Kann man Gott überhaupt lieben? Und wenn ja, wie macht man das? In der kleinen Serie “Gott mit uns” beleuchtet Christopher Kramp die vielleicht faszinierendste Seite der Bibel:
Die wechselvolle Geschichte einer bewegten Partnerschaft und eine eindrucksvolle Darstellung dessen, was man “Evangelium” nennt.

Joel Media Ministry – das ewige Evangelium für Stuttgart
Für ungewöhnlich tiefe Einblicke in “das Mosaik” der Heiligen Schrift und des Evangeliums kann ich alle Vorträge von Christopher Kramp sehr empfehlen. Sehr bezeichnend für ihn ist die Klarheit des Erforschens biblischer Wahrheit und ihre wirklich praktisch orientierte Weitergabe…

Mediathek (pdf)

»Die Bibel im Test« (pdf) – Josh McDowell
Tatsachen und Argumente für die Wahrheit der Bibel
Der Klassiker, wenn es um die Glaubwürdigkeit der Bibel geht! Der Aufbau ähnelt einer wissenschaftlichen Arbeit, der Inhalt besteht aus wissenschaftlich-kritischen Abhandlungen über die Verlässlichkeit der Bibel. Besonders reizvoll ist natürlich die Tatsache, dass es von einem Menschen geschrieben wurde, der auf wissenschaftlichem Weg beweisen wollte, dass man dem Inhalt der Bibel nicht trauen kann – und im Zuge seiner Arbeit vom Gegenteil überzeugt wurde. Verlag: CLV Christliche Literatur-Verbreitung, ISBN / EAN: 978-3-89397-490-0

»Die Tatsache der Auferstehung« (pdf) – Josh McDowell
Bestätigen die historischen Fakten die Auferstehung Jesu Christi? Indizien wären zu prüfen, Zeugen zu befragen, die Hinrichtung nachzuweisen, Bestattungsvorgänge zu untersuchen. Außerdem müsste man mögliche alternative Erklärungsversuche in Betracht ziehen, um dann zu einem Urteil zu kommen.
Eine akribische Detektivaufgabe. Der Autor nahm als Skeptiker den Fall der Auferstehung unter die Lupe, um das Christentum »ad absurdum« zu führen. Mittlerweile bezeugt er in Vorträgen weltweit die Glaubwürdigkeit der Bibel. Ein evangelistisches Buch besonders für Schüler und Studenten und alle logisch-rational geprägten Menschen.
Verlag: CLV Christliche Literatur-Verbreitung, ISBN 3-89397-712-0

»Das kann ich nicht glauben« (pdf) – Josh McDowell
Antworten auf skeptische Fragen
Warum sollte man die Bibel ernst nehmen – ein Buch, das schon fast 2000 Jahre alt ist? Haben moderne archäologische Funde nicht den Wahrheitsgehalt der Bibel relativiert? Wenn Gott ein Gott der Liebe ist – warum lässt er all das Elend in dieser Welt zu? Gibt es auf solche und ähnliche Fragen zufrieden stellende Antworten? Fragen zu den folgenden Themengruppen werden in diesem evangelistischen Buch behandelt: Die Bibel, Gott, Jesus Christus, Wunder, »Widersprüche« in der Bibel, Weltreligionen, das Grabtuch von Turin, die Schöpfung u.a. Früher erschienen unter dem Titel »Antworten auf skeptische Fragen über den christlichen Glauben.
Verlag: CLV Christliche Literatur-Verbreitung, ISBN / EAN: 978-3-89397-788-8

»Die Bibel: Mythos oder Wahrheit« (pdf) – David Gooding
Passt die Bibel in die heutige Welt, und ist sie glaubwürdig? Kann man mit ihr als moderner Mensch etwas anfangen? Ist die Person Jesu nur eine Erfindung? Was ist mit seinen Ansprüchen? Bin ich persönlich davon betroffen?
Verlag: CLV Christliche Literatur-Verbreitung, ISBN / EAN: 978-3-89397-468-9 (auch als Hörbuch verfügbar)

»Jesus von Nazareth« (pdf) – Josh McDowell
Tatsachen und Argumente für die Wahrheit der Evangelien
Wer war Jesus wirklich? Guru, Vertreter einer jüdischen Sonderlehre, ein vorbildlicher Mensch – oder Messias und Gottes Sohn? Was sagen außerbiblische Quellen? Hält das NT einer Prüfung durch die historische Geographie, Archäologie und Religionskritik stand?

»Wer ist dieser Mensch?« (pdf) – Josh McDowell
Wer war dieser Jesus wirklich? Daten, Fakten, Hintergründe. Selten gab es dazu eine so konzentrierte zusammengefasste Informationsquelle. Was ist an Jesus so anders? Was sagt die Wissenschaft? Sind die biblischen Berichte zuverlässig? Wem nützt ein toter Messias? Der Autor: »Er hat mein Leben verändert.«

Weiterführende Links

Heilige Schrift

  • »Bibelausstellungen:« Online Ausstellungen; Das größte biblische Wandermuseum in Europa (Online-Ausstellung)
  • »Die 10 Gebote: Wo ist das Original?« Ein Vergleich der 10 Gebote der Bibel mit dem evangelischen und kaltholischen Katechismus
  • »Bibel Themen« vom Kalifornisches Institut für Altertumsstudien (deutsch, english, italienisch)
  • »Internationales Bibelstudien-Institut: « Fernkurse zur individuellen Auseinandersetzung mit dem Wort Gottes

Biblische Archäologie

TV Channel

Literatur

»Die Fakten des Glaubens« – Josh McDowell
Der Autor stellt hier komprimiert Fakten und Aussagen zusammen, die die Bibel als Gottes inspiriertes Wort bestätigen. Damit gibt er Argumente an die Hand, die Christen in der Diskussion mit Nichtchristen unterstützen. In vier Teilen erhält der Leser zahlreiche Detailinformationen zur Heiligen Schrift, zu Jesus Christus, zur Bibelkritik und zum christlichen Weltbild in Gegenüberstellung mit anderen Weltanschauungen. Ein hervorragend recherchiertes Buch für alle, die mehr Wissen und Informationen über die Bibel und den christlichen Glauben suchen.
Verlag: CLV Christliche Literatur-Verbreitung, ISBN / EAN: 978-3-89397-632-4

»Und die Bibel hat doch recht« – Werner Keller
Forscher beweisen die Wahrheit der Bibel
Seit über zwanzig Jahren gilt Werner Kellers “Und die Bibel hat doch Recht” als Standardsachbuch zur biblischen Forschung. Hier wird mit wissenschaftlicher Akribie nachgewiesen, was man vielfach nicht wahrhaben wollte, dass nämlich der geschichtliche Wahrheitsgehalt der Bibel nicht länger angezweifelt werden kann. An Nil und Jordan, an Euphrat und Tigris, am Toten Meer und am Mittelmeer haben Hacke und Spaten eine solche Fülle uralter Zeugnisse biblischer Wirklichkeit vom Schutt der Jahrtausende befreit, dass Archäologen, Geologen, Biologen, Botaniker, Sprachforscher und Physiker Schritt für Schritt den Tatsachendenkern mythischer Bibelerzählungen herauszuschälen vermochten. Dennoch brachten die in den letzten Jahren entwickelten Forschungstechniken auch neue Ergebnisse, sodass in den vergangenen zwanzig Jahren manches revidiert werden musste, was bisher als gesichert galt. Andererseits wurde vieles beweisbar, was man vor zwanzig Jahren noch nicht anzunehmen wagte. Verlag Naumann & Göbel, ISBN-10: 3625105152, ISBN-13: 978-3625105152

Quellen

Online Bibel:

Informationen zur Bibel

  • »Bibelwissenschaft:« Das wissenschaftliche Bibelportal der Deutschen Bibelgesellschaft
  • »BiBIL:« Bibelwissenschaftliche Literaturdatenbank
  • »Bibellexikon:« Informationsdatenbank über die Bibel (Lutherbibel)
  • »Bibelkommentare.de« (freikirchlich, unrevidierte Elberfelder): Bibel-Lexion, Bibelsuche, Studienbibel
  • »Bibelindex:« Das Portal rund um die Bibel

Bildquellen:

  • Bibel-Harmonie: Die Kapitel der Bibel und ihrer Beziehung zueinander (Computeranimation); Quelle: Vortrag “Der Ausweg”, Christopher Kramp
  • Schriftrolle von Qumran am Toten Meer (Höhle 1), Teil der Jesaja Rolle – ca. 100 v. Chr., (gemeinfrei)
  • John Wyclif (ca. 1330-1384), Quelle: Wikipedia
  • Standbild aus der Prohezeiung (Daniel 2): Die fünf Weltreiche (gemeinfrei)
  • Perlbibel: Handschrift Pergament Paris (ca. 1270), gemeinfrei
    Mönche aus Bettelorden (wie Franz von Assisi) schrieben kleine Bibeln die sie mit sich führen konnten. Der Name Perl-Bibel ist auf die Schrift zurückzuführen, die so klein ist wie Flussperlen.
  • Die erste vollständige Bibelübersetzung von Martin Luther 1534 (gemeinfrei)

Anmerkungen:

[1] Qumran Schriftrollen: Seit dem 18. Dezember 2012 sind die Schriftrollen von Qumran, die 1947 von einem jungen Beduinenhirten in einer Höhle entdeckt wurden, online frei zugänglich. Nach der Entdeckung konnten 30.000 Fragmente von 900 Schriftrollen geborgen werden. Diese Rollen waren nahezu 2.000 Jahre in Höhlen am Toten Meer versteckt.
Es handelt sich um die ältesten erhaltenen Fragmente der Bibel, sowie einigen der zehn Gebote. Mithilfe von Google Israel und der Antikenbehörde konnten diese Schriftrollen nun online gestellt werden. Es handelt sich um etwa 1.000 Texte. Weitere Infos finden sich auf der Webseite www.deadseascrolls.org.il. Ferner finden sich darauf Bilder hebräischer Texte mit englischen Übersetzungen.

[2] Die späteren Anhänger Wyclif’schen Gedankengutes (John Wyclif), die Lollarden, wurden erst nach einer missglückten Revolte ab 1400 vom englischen Staat scharf verfolgt. 1401 wurde Wilhelm Sawtre ihr erster Märtyrer. Jedoch kann man die teilweise brutale Inquisition europäischer Ketzer, wie z.B. bei den Katharern oder Waldensern, nicht mit der englischen Verfolgung vergleichen. Diese war durch ihre relative Milde und Rücksicht auf die im Untergrund weiter lebenden Lollarden geprägt, so dass sich in vielen Familien die Wyclif’schen Ansichten bis zur Reformation erhielten.

Der Name Hussiten geht auf den tschechischen Theologen und Reformator Jan Hus (ca.1370–1415) zurück. Dieser beanstandete den Reichtum, den Ablasshandel mit der Vergebung der Sünden gegen Bargeld sowie die Sittenlosigkeit der römisch-katholischen Kirche und ließ einzig die Bibel als gültig für Glaubensfragen gelten. Daher erkannte er die Unfehlbarkeit des Papstes in Glaubensfragen nicht an und folgte damit John Wyclif und den Waldensern.

Der Reformator und Begründer der evangelisch-lutherischen Kirche Martin Luther wurde durch ihn in seiner Bibelübersetzung in die deutsche Sprache beeinflusst.

Täufer (früher auch Wiedertäufer oder Anabaptisten) sind Anhänger einer Bewegung, die im zweiten Viertel des 16. Jahrhunderts in verschiedenen Teilen Europas entstanden ist und die nicht selten als der linke Flügel der Reformation bezeichnet wird.

[3] Professoren Forum: Alter antiker Manuskripte; Historizität der Auferstehung von Jesus Christus

a) Aufstellung über Manuskriptbelege für die Texte der führenden klassischen Verfasser (Tabelle 1) von F. W. Hall

b) Alter von Römerbriefen (Datierungsbeispiele, Tabelle 2)

c) Historizität der Auferstehung von Jesus Chistus