Die Beziehung zu Gott

Das Lied des Mose: Wachsen in Christus…

»Durch den Glauben verließ er Ägypten und fürchtete nicht den Zorn des Königs; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als sähe er ihn« (Hebräer 11:27)

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Die persönliche Beziehung zu Gott

»Das Höchste und Wertvollste das ein Mensch in diesem Universum erreichen kann ist eine persönliche Beziehung zu Gott!« (Prof. Dr. John Lennox)

Die entscheidende Frage im Leben eines jeden Menschen ist, wie es um sein Verhältnis zu dem lebendigen Gott bestellt ist. Zu einem Leben mit Gott gibt es nur einen Weg. Jeder Mensch wird auf diesem Weg anders geführt. Der bekannte Mathematiker Blaise Pascal schrieb »Es gibt drei Arten von Menschen:«

  • Die einen, die Gott dienen, nachdem sie ihn gefunden haben;
  • Die anderen, die sich bemühen, ihn zu suchen, da sie ihn noch nicht gefunden haben;
  • und wieder andere, die dahinleben, ohne ihn zu suchen und ohne ihn gefunden zu haben.

»Die ersten sind vernünftig und glücklich; die letzten sind verrückt und unglücklich; die in der Mitte sind unglücklich und vernünftig« Gott wünscht sich eine persönliche Beziehung zu jedem Einzelnen von uns und gibt jedem von uns die Möglichkeit sich für oder gegen ein Leben mit ihm zu entscheiden.

Die Jakobsleiter

Die Jakobsleiter

Wir können uns jederzeit frei entscheiden zwischen dem Baum des Lebens (ein Leben mit Gott) und dem Baum des Todes (ein Leben ohne Gott). Der (zweite) Tod ist eine natürliche Folge und keine Strafe, denn wenn ich Leben wähle bekomme ich Leben und wenn ich Tod wähle bekomme ich den Tod. Gott macht uns deutlich: Wenn wir vom Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen (Baum des Todes) naschen entfernen wir uns sozusagen vom Leben. Denn Gott ist das Leben selbst und wenn wir uns von ihm entfernen bedeutet das automatisch den Tod.

Gott konnte uns nicht fragen ob wir geschaffen werden wollen, er konnte den Menschen vor der Erschaffung nicht fragen ob dieser das auch möchte. Er hat uns also ersteinmal geschaffen und fragt uns danach ob wir das möchten oder nicht. Und jedem, der das von Gott zu seinen Bedingungen in Aussicht gestellte Leben nicht möchte, gibt er die Möglichkeit wieder zu sterben. Das ist der ganz große Bogen im Erlösungsplan. Gott hat den Menschen geschaffen dass er ewig lebt, dass er heilig ist, gerecht ist und dass er Gott liebt und Gott hält sich daran, selbst wenn die Menschheit sich durch Rebellion erstmal von ihm entfernt hat…

In menschlichen Beziehungen kennen wir eine andere Person nur durch Selbst-Offenbarung. Genauso ist es mit Gott er offenbart sich auf verschiedene Weise: In der Schöpfung, in der Heiligen Schrift und vor allem in Jesus Christus. All diese Zeugen sprechen von der persönlichen Beziehung jedes Menschen zu Gott, von der Möglichkeit ihn persönlich kennenzulernen, als Person. Jesus Christus ist auferstanden, er lebt und er möchte mit jedem von uns eine persönliche Beziehung haben. Ich kann nur bekennen (nicht beweisen) dass Jesus Christus lebt und dass sein Wort Wahrheit ist.

»Alle die sich in der Schule Gottes befinden bedürfen einer stillen Stunde des Gebets, wo sie mit ihrem Herzen mit Gott verkehren können. In ihnen soll Leben offenbart werden, dort wo Dinge nicht im Einklang mit der Natur, mit Gewohnheiten oder Bräuchen stehen. Jeder von uns muss die persönliche Erfahrung machen den Willen Gottes kennezulernen. Wir, ein jeder für sich, muß zum Herzen persönlich Gott sprechen hören. Wenn jede andere Stimme schweigt und wir ihn Ruhe vor ihm warten, so macht die Stille der Seele die Stimme Gottes deutlicher. Er gebietet ‘seid stille und erkennt, daß ich Gott bin’. Dies ist die erfolgreiche Vorbereitung auf alle Arbeit im Dienst Gottes. Wer auf diese Weise erquickt ist wird inmitten der eilenden Menge und dem Drang der anspannenden Tätigkeiten des Lebens mit einer Atmosphäre des Lichts und Friedens umgeben sein. Er wird mit neuer körperlicher und geistiger Kraft angetan werden, sein Leben wird einen Wohlgeruch ausströmen göttliche Macht offenbar, welche das Herz der Menschen erreicht« (Ellen G. White aus »die Fußspuren des großen Arztes«, 3. Kapitel)

Stille Zeit mit Gott

»Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Der Sohn kann nichts von sich selbst tun, außer was er den Vater tun sieht; denn was der tut, das tut ebenso auch der Sohn« (Johannes 5:19)

Durch den Blick auf Gott in Gebet und Bibellesen lernen wir mehr und mehr, ihn und seine Hinweise zu verstehen. Gottes Wort sind letztlich seine Gedanken. Je mehr wir Gottes Wort aufnehmen desto mehr beginnen wir so zu denken wie Gott denkt. Gottes Wort möchte uns Heilung geben wenn wir es im Glauben an Jesus Christus annehmen.

Der Glaube richtet den Blick weg von dem was wir tatsächlich sehen. Gott möchte unseren Blick auf das Geistliche richten. Glaube bedeutet letzlich den Blick auf die unsichtbare Welt zu richten. Paulus zeigt dies an verschiedenen Beispielen (Hebräer 11).

»Der Glaube aber ist eine Wirklichkeit dessen, was man hofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht. Denn durch ihn haben die Alten Zeugnis erlangt. Durch Glauben verstehen wir, dass die Welten durch Gottes Wort bereitet worden sind, so dass das Sichtbare nicht aus Erscheinendem geworden ist« (Hebräer 11:1)

Isreaels Auszug aus Ägypten

Isreaels Auszug aus Ägypten

Gott möchte uns zeigen was bei uns »gerade dran ist« und wie sein Plan aussieht. Gott hat die Werke für uns vorbereitet und doch muss er sie uns zuvor zeigen. Wir sehen dieses Prinzip auch im Leben Jesu: er tat das was er zuvor beim Vater gesehen hat (Johannes 5:19). Gott möchte uns von Lasten befreien indem er uns direkt zeigt was wir zu tun haben. Es ist für mich ein sehr großer Unterschied in einer Situation, wenn mir Gott zuvor gezeigt hat worum es geht, worauf ich achten soll bzw. was ich tun soll.
Gott möchte uns die Dinge vorher zeigen. Jesus konnte nichts auf dieser Erde tun, was er nicht zuerst vom Vater gesehen hat. Die größte Veränderung wenn wir anfangen zu Beten ist das Gott uns die Dinge zeigt und unser Herz öffnet für seinen Plan und seinen Weg (wir sind bloß Mitarbeiter und dürfen sehen was er tut). Wir brauchen die Heilung in unserer stillen Zeit mit Gott wo er unsere Gedanken und unser Herz heilt.

Wir denken dass bestimmte Situationen bestimmte Gefühle hervorrufen. Aber Gefühle entstehen alleine durch unsere Überzeugungen und nicht durch Situationen. Jeder von uns hat in der selben Situation ein anderes Gefühl, weil jeder von uns eine andere Überzeugung hat. Wenn Gott mir eine neue Überzeugung gibt, dann bekomme ich durch ihn ein gutes Gefühl: Die eingefahrenen Gedankenmuster werden durch ihn als Quelle neuer Gedankenmuster durchbrochen und Ich bin immer sehr erstaunt über »seine Lösungen«.

»Und seid nicht gleichförmig dieser Welt, sondern werdet verwandelt durch die Erneuerung des Sinnes, dass ihr prüfen mögt, was der Wille Gottes ist: das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene« (Römer 12:2)

»Deshalb ermatten wir nicht, sondern wenn auch unser äußerer Mensch aufgerieben wird, so wird doch der innere Tag für Tag erneuert«

Gott möchte dass wir uns in allem an ihn wenden damit er unser Herz heilen kann (Quelle: Vortrag »Gottes Heilungsweg für unsere Gedanken und Gefühle«, Christian Meisel): Zusammenfassung:

  1. Die eigenen Gefühle hinter einer Situation oder einem Problem wahrnehmen
  2. Diese mit Gott im Gebet besprechen und ihn fragen woher sie kommen (falls es nicht klar ist)
  3. Um einen Gedanken von Gott bitten und ein Wort Gottes dazu suchen (eine Verheißungs-Konkordanz verwenden). Also nicht nur einen Gedanken durch seinen Geist sondern uns direkt auf sein Wort verlassen. Damit wir mehr als einen Zeugen haben. Wir brauchen mind. zwei Zeugen damit wir auf beiden Füssen stehen, wenn wir einen neuen Gedanken von Gott bekommen.
  4. Die Verheißung aufschreiben und bei sich tragen, weil der Mensch dazu neigt die Dinge zu vergessen.
  5. Die Verheißung oder den Bibelvers während dem Lesen in der Erinnerung vorstellen (hier ist keine geführte Visualistion oder Imagination gemeint!). Wir sind visuelle Wesen und in den ersten Jahren unseres Lebens speichern wir fast alles visuell ab. Deshalb hilft es uns wenn wir Dinge visuell wahrnehmen und erleben sonst rutschen sie schnell in Vergessenheit. [1]
  6. Im Gebet Gott mit Bibeltexten loben (da wo wir Gottes Wort nehmen wird etwas sichtbar von ihm was er gegeben hat). Der Unterschied zwischen Lob und Dank: Wir loben Gott für das wie er ist und wir danken Gott für das was er für uns tut.

Gott verknüpft in der Bibel das Unsichtbare mit dem Sichtbaren. Die Bibel verknüpft Gottes Wesen mit Bildern aus der Natur. Auch Jesus sprach in Gleichnissen zu denen, deren Augen noch nicht geöffnet waren.

»Halte fest das Vorbild der gesunden Worte, die du von mir gehört hast, in Glauben und Liebe, die in Christus Jesus sind« (2. Timotheus 1:13)

Beispiel für von der Bibel vorgeschlagene Gleichnisse aus der Natur:

»Denn deine Gnade reicht, so weit der Himmel ist und deine Treue, so weit die Wolken gehen« (Psalm 36:6)

Gott sagt, er stellt seinen Thron dort auf wo wir anfangen ihn zu loben (Psalm 22:4). Und das ist der gleiche Thron der über der Bundeslade war, der gleiche Thron wo Mose in die Gegenwart Gottes gegangen ist. Und dort hörte Mose die Stimme zu sich reden von dem Gnadenthron (4. Mose 7:89).

Der Weg um Gott zu erleben, in seine Gegenwart und zu seinem Gnadenthron zu kommen sagt die Bibel, ist dort wo wir anfangen ihn zu loben. Gott möchte uns helfen, hinter diesen Vorhang zu schauen, den er für uns zur Seite ziehen möchte (2. Korinther 3:18). Die Herrlichkeit des Herrn ist sein Charakter (Johannes 1:14). Indem wir anfangen Gott zu loben kommen wir zu seinem Thron und die Herrlichkeit Gottes sehen wir, indem wir ihm für seine Eigenschaften loben (Liebe, Sanftmut, Treue, Weisheit, Herrlichkeit, etc.). Die Heilige Schrift ist voller detailreicher Beispiele worauf Menschen (geistlich) blickten – seien es die Propheten, die Glaubenshelden oder die Heiden:

»Durch Glauben baute Noah, als er eine göttliche Weisung über das, was noch nicht zu sehen war, empfangen hatte, von Furcht bewegt, eine Arche zur Rettung seines Hauses. Durch ihn verurteilte er die Welt und wurde Erbe der Gerechtigkeit, die nach dem Glauben ist« (Hebräer 11:7)

Noah: Noah ist mit Gott im Gespräch (Andacht) und Gott sagt ihm, dass er mit ihm die Arche bauen will. Wir alle bauen am Gemeindeschiff, desshalb sind wir in der gleichen Situation wie Noah. Noah bekam ein göttliches Wort über das, was er noch nicht sah! Gott hat Noah genau gezeigt wie die Arche aussehen soll. In seiner stillen Zeit mit Gott hat Gott Noah Dinge gezeigt, die Noah dann getan hat. Mose: Mose hatte gelernt auf die Gegenwart Gottes zu schauen und darauf zu vertrauen, unabhängig von den Umständen (Hebräer 11:27). Was wäre passiert wenn Mose die ganze Zeit (geistlich) auf den Pharao geblickt hätte? Mose’s Erfahrung beim brennenden Dornbusch zeigt deutlich wie die Blickrichtung über unsere Gefühle entscheidet.

»Mose aber antwortete Gott: Wer bin ich, dass ich zum Pharao gehen und die Söhne Israel aus Ägypten herausführen sollte?« (2. Mose 3:11)

Mose blickt hier (geistlich) noch auf sich selbst, auf das Volk und auf den Pharao. Gott möchte das er auf ihn schaut, er möchte ihn Stärken und ihm Mut und Hoffnung geben und er gewährt ihm klare Zusagen (2. Mose 3:12-21). Später lernte Mose schneller seine Gefühle mit Gott zu regeln und er fand noch einen besseren Weg. Aber am Anfang war es wichtig die eigenen Ängste zu Gott zu tragen. Das er seinen Blick auf sich selbst erstmal zu Gott gebracht hat und das Gott Stück für Stück, jede einzelne Überzeugung die nicht korrekt war, herausnehmen konnte, damit ihm Gott ein Gefühl der Sicherheit geben konnte, weil er wußte: Gott geht mit.

Mose’s Beispiel lehrt uns auch die Demut vor Gott (4. Mose 12:3). Je demütiger wir vor Gott sind, desto aufrechter können wir vor Menschen stehen: Dies hat Mose dazu befähigt nichts gegen seine Schwester zu sagen, obwohl er voll im Recht war. Sehr beeindruckend ist hier das Mose’s Zorn nicht entbranne, aber der Gottes (4. Mose 12:9), und dies obwohl Gott sehr schnell in der Güte ist, aber sehr langmütig im Zorn. In diesem Fall hat Gott die Sache gleich geregelt.

Die Bibel offenbart uns hier das geistige Wachstum des Mose: Mose hatte am Anfang damit begonnen mit Gott seine Gefühle zu diskutieren und nachdem er dies jahrelang gemacht hatte, kam er soweit daß er sofort eine Situation Gott übergeben konnte.

Es ist für uns wichtig zu lernen, genauso wie Mose es gelernt hat, in die Gegenwart Gottes zu treten. Das Gebet verändert uns, es verändert uns am meisten. Mose hatte das gar nicht bemerkt, aber die anderen haben es bemerkt: er hat diesen Glanz Gottes mit sich getragen (2. Mose 34:29). Gott möchte uns helfen zu lernen sein Ziel zu sehen.

Gott möchte mit uns so persönlich reden wie mit Mose: Wir sollen das Lied des Mose lernen (Offenbarung 15:3). Gott möchte uns in dieses ganz vertraute Gespräch mit ihm holen, so dass wir merken dass wir alles was wir haben mit ihm teilen können und dass er all unsere Gedanken verändern kann (2. Korinther 4:16-18). Wir brauchen diese Zeit mit Gott!

Elisa: Elisa blickt (geistlich) auf die Realität Gottes und er versucht seinen Diener in die Realität Gottes hineinzuholen, weil dieser sich fürchtet. Er tut dies indem er versucht durch entsprechende Worte, den geistlichen Blick des Dieners auf die Realität Gottes zu richten (2. Könige 6:16). Getrieben vom Heiligen Geist wusste Elisa auch was er tun sollte. Er hat also auch das getan was ihm von Gott zuvor gezeigt wurde (2. Könige 6:18).

Die Jünger Jesu: Jesus zeigt uns sehr bildhaft wie wir sicher durch einen Sturm kommen (Matthäus 8:23-27): Jesus hatte seinen Jüngern den Auftrag gegeben ans andere Ufer hinüber zu fahren. Sie hatten einen direkten Auftrag von Jesus dem sie folgten. Und doch verändert sich auf dem See die Situation und plötzlich tobt ein Sturm. Die Jünger begannen gegen den Sturm zu kämpfen. Wir kämpfen oft so lange bis wir merken das es nicht mehr geht, bis wir wissen dass die nächste Welle unsere letzte ist.

Zu kämpfen ist oft unsere erste Strategie aber es ist nicht die, die Jesus uns angedacht hat. Erst als die Lage auswegslos wird und sie nicht mehr weiter wissen, bitten sie Jesus um Hilfe. Die Jünger waren Jesus den ganzen Tag gefolgt, sie hatten getan was er ihnen beauftragt hatte und trotzdem nennt er sie hier Kleingläubige (Matthäus 8:26). Jesus ist ganz dicht bei ihnen und doch schauen sie (geistlich) auf sich selbst und merkten nicht dass er da ist. Deshalb fragte er sie “Wo ist euer Glaube?” (Lukas 8:25)

Der Heilige Geist

»Aber der Tröster, der Heilige Geist, den mein Vater senden wird in meinem Namen, der wird euch alles lehren und euch an alles erinnern, was ich euch gesagt habe« (Johannes 14:26)

Inspiration der Heiligen Schrift

Inspiration der Heiligen Schrift

Der Heilige Geist führt uns Schritt für Schritt immer tiefer in alle Wahrheit (dem Wort Gottes). Der Geist der Wahrheit (der heilige Geist) der vom Vater ausgeht und Zeugnis gibt von Jesus (Johannes 15:26). Man sollte die Bereitschaft haben die ganze Wahrheit anzunehmen, auch wenn sie dem widerspricht was man bisher geglaubt hat (Offenbarung 16:12-13).

Wir müssen das Wort studieren, sonst können wir nicht erinnert werden. Selbst wenn wir von der Bibel nicht viel wissen ist Jesus in der Lage viel daraus zu machen. Aber wenn man dem Wort Gottes etwas hinzufügt (Lehre der Pharisäer; Menschengebote, Matthäus 15:1-9) oder etwas wegnimmt (Lehre der Saduzäer; historisch kritische Methodik; Matthäus 22:23) macht man nur Sauerteig (Matthäus 16:5-12).

Die Bibel sagt definitiv das Gott eine Kraft ist (Habakuk 3:19). Gott ist daher eine Kraft und eine Person. Die Bibel sagt sehr deutlich das eine Kraft auch eine Person sein kann und eine Person auch eine Kraft. Das Argument das der heilige Geist eine Kraft ist und daher keine Person sein kann, widerspricht daher direkt dem Zeugnis der Bibel.

Der Heilige Geist schwebte über dem Wasser sowie Jahwe über seinem Volk schwebte als er sein Volk aus Ägypten führte. Der Heilige Geist ist genauso eine Person wie Gott Vater und Jesus Christus. Er ist genauso Teil der Gottheit.

»Uns aber hat es Gott offenbart durch seinen Geist; denn der Geist erforscht alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit« (1. Korinther 2:10)

Bei der Taufe Jesu waren alle drei Aspekte Gottes gleichzeitig (aber physisch getrennt) anwesend (Matthäus 3:16-17): Gott der Vater (im Himmel), sein Sohn (im Wasser) und der heilige Geist (kam auf Jesus) sind trotz ihrer Einheit voneinander unterschieden (drei versch. Personen bzw. Entitäten die eine vollkommene Einheit bilden).

Alle drei Personen (Entitäten) der Einheit Gottes sind beteiligt am Werk der Erlösung (2. Korinther 1:20-22) und am Werk der Schöpfung (1. Mose 1:1-3), denn Erlösung ist im Grunde Neu-Schöpfung.

Der Heilige Geist wird auch symbolisch beschrieben als der Finger Gottes (Matthäus 12:28; Lukas 11:20) und der Finger Gottes schrieb auf dem Berg Sinai die 10 Gebote in die Tafeln aus Stein. Der Heilige Geist schreibt das Gesetz Gottes in unsere Herzen, dies wird Versiegelung genannt (Hesekiel 36:26; Epheser 1:13; Epheser 4:30; ).

Jesus ist in Gott und Gott ist in Jesus und sie tun alles gemeinsam (Johannes 14:10). Jesus sagt auch das wir mit ihm eine ähnliche Einheit haben sollen (Johannes 15:4). Jesus und der Gläubige in dem er wirkt sind immer noch zwei verschiedene Personen und trotzdem eine Einheit. In dieser Verbindung bildet allerdings der Sündlose (Jesus) mit einem Sünder eine Einheit und haben Gemeinschaft, während in der Verbindung von Jesus mit Gott sie von aller Ewigkeit her sündlos sind.

Der Heilige Geist wird uns nicht gegeben, damit wir nur schöne Gefühle haben. Nein, er will uns die Kraft schenken, mit Jesus Christus zu leben. Er will unser Leben und unseren Charakter verändern (Galater 5, 22.23). Und er will uns helfen, für unsere Mitmenschen da zu sein. Dazu schenkt er uns die geistlichen Gaben. Manche dieser Gaben haben wir aber an uns noch gar nicht entdeckt und wahrgenommen.

»Und davon reden wir auch nicht mit Worten, wie sie menschliche Weisheit lehren kann, sondern mit Worten, die der Geist lehrt, und deuten geistliche Dinge für geistliche Menschen« (1. Korinther 2:13)

Der Heilige Geist führt uns zur Buße, und gibt uns ein besseres Verständnig von Gott und Jesus (Lukas 24:46-49; Johannes 14:15;) Seine Gegenwart auf der Erde ist ein Zeugnis für die Welt der Sünde, der Gerechtigkeit und des Gerichtes (Johannes 16:8-11).

Wenn also »der Geist« den ich für den Heiligen Geist halte nicht die Sünde, die Gerechtigkeit und das Gericht bezeugt, ist es nicht der wahre Heilige Geist!

»…den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht kann empfangen; denn sie sieht ihn nicht und kennt ihn nicht. Ihr aber kennet ihn; denn er bleibt bei euch und wird in euch sein« (Johannes 14:15-17)

Ursprünge

Wie persönlich diese Beziehung ist zeigt uns die Bibel sehr klar: Gott erschuf den Menschen nach seinem Bilde (sowohl körperlich, als auch charakterlich). Jeder von uns ist sozusagen eine Idee Gottes (1. Mose 1:26). Mann und Frau gemeinsam stellen in ihrer Einheit etwas dar, was wir über Gott lernen dürfen. Gott ist auch keine Einzelperson: Drei »Personen« bilden eine tiefe Einheit und wie ein Schatten (Abbild) davon sind Mann und Frau.

Das Wort Gottes reicht völlig aus um etwas zu erschaffen (in die Existenz zu bringen). Die Bibel macht ganz deutlich, daß Gott den Menschen mit seinen Händen aus der Erde (dem Staub der Erde) heraus schuf (nicht mit dem Wort). Er bließ den Lebensodem in die Nase Adams (Mensch) und das bedeutet das Gott dem Menschen sehr, sehr nahe kam (1. Mose 2:7). Gott beugte sich herab um deutlich zu machen welch enge Beziehung er zu uns haben möchte. Jeder von uns ist sozusagen eine Idee Gottes.

Jeder Mensch ist individuell gestaltet. Gott hätte auch zwei Menschen auf einmal erschaffen können. Er ist allmächtig und hätte daher auch 20 Millionen Menschen gleichzeitig schaffen können – aber das tat er nicht! Stattdessen entschied sich Gott nicht einmal zwei Menschen auf einmal zu erschaffen, als Kollektiv, sondern jeden Menschen einzeln: Adam aus Staub und Eva aus der Rippe Adams (1.Mose 2:18-22). Jeder Mensch ist individuell von Gott gestaltet und wir wissen dass jeder Mensch ein einzigartiges Individuum (Wunderwerk) ist.

Gott betrachtet die Menschheit nicht als Kollektiv dem er als Gott gegenüber steht, sondern Gott betrachtet jeden einzelnen Menschen als ihm gegenüber stehend (»Ich bin der Herr DEIN Gott« – nicht »euer Gott«). Jeder von uns ist individuell zu Gott hin geschaffen, deshalb hat jeder von uns eine eigene, spezielle Verantwortung Gott gegenüber, die wir keinem anderen Menschen übertragen können und die kein anderer Mensch für uns übernehmen kann. Die Bibel verdeutlicht uns dass wir nicht nur von Adam abstammen, sondern dass jeder Einzelne von uns ein Meisterwerk von Gott ist (Psalm 139:13-14).

Obwohl wir eigenständig vor Gott stehen indem wir individuell geschaffen worden sind, sind wir gleichzeitig auch soziale Wesen (1. Mose 2:18). Obwohl wir zu einer Beziehung zu Gott hin geschaffen sind, sollen wir gleichzeitig auch Beziehung zu Mitmenschen haben. In den 10 Geboten (Gesetz der Freiheit) wird dies zusammengefasst:  Die persönliche Beziehung zu Gott und gleichzeitig auch eine gute Beziehung zu unseren Mitmenschen.

Die Pflanzen selbst dienen in der Heiligen Schrift immer wieder als ein Bild auf den Charakter oder das Wesen von Menschen. Selbst wenn ein Mensch sündlos ist, wie es Adam ursprünglich war, gibt es immer mehr zu entdecken, zu lernen, zu wachsen. Adam hatte ein reines Herz von Gott bekommen, aber es galt dieses Herz zu bewahren. Es galt diesen Charakter zu entwickeln und zu festigen. Denn Gott hatte eine große Aufgabe für den Menschen: Eine Art Stellvertreter Gottes im Garten Eden auf Erden. Der wahre Herrscher, Eigentümer und König ist Gott selbst, aber der Mensch sollte als Stellvertreter Gottes die Herrschaft Gottes auf Erden ausüben (1. Mose 1:28).

Gott hatte dies für die Ewigkeit vorgesehen (1. Mose 2:16-17) denn sein Plan für die Menschheit ist ewiges Leben und Gott ist niemals von seinem ursprünglichen Plan abgewichen. Gott hatte niemals vorgesehen das Menschen sterben, aber er gab dem Menschen die Entscheidungsfreiheit: Bei Gott zu bleiben und seinem Plan für den Menschen zu folgen oder sich dagegen zu entscheiden und auch dies wurde durch Pflanzen dargestellt (1. Mose 2:9). Beide Entscheidungsmöglichkeiten wurden fantasievoll von Gott als Bäume in den Garten gestellt und auch ihre jeweilige Bedeutung wurde von ihm genau erklärt: Der Baum des Lebens und der Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen (Baum des Todes).

Die Heilige Schrift sagt daß in der Gemeinschaft mit Gott die Heiligkeit besteht und dass diese Heiligkeit uns erretten wird. Nur die Bibel sagt auch dass wir Gott nicht sehen können und Gott uns nicht verstehen kann (weil er nicht versucht werden kann). Wie können wir also Gemeinschaft mit ihm haben?

Die Bibel zeigt klar dass das Problem, das wir den Vater nicht sehen können, durch Jesus Christus gelöst wurde (Johannes 14:9, Johannes1:18). Auch das Problem dass Gott nicht versucht werden konnte wurde in Jesus Christus gelöst, denn indem er ganzer Mensch wurde, konnte er versucht werden (Hebräer 4:15).

David scheint dieses Problem erkannt zu haben und er zeigt uns auch den Weg den er gefunden hat. Er und viele andere in der Bibel beschreiben das es der einzige Weg ist:

»Gott, du bist mein Gott, den ich suche. Es dürstet meine Seele nach dir, mein ganzer Mensch verlangt nach dir aus trockenem, dürrem Land, wo kein Wasser ist. So schaue ich aus nach dir indeinem Heiligtum (Zelt der Begegnung), wollte gerne sehen deine Macht und Herrlichkeit. Denn deine Güte ist besser als Leben; meine Lippen preisen dich. So will ich dich loben mein Leben lang und meine Hände in deinem Namen aufheben. Das ist meines Herzens Freude und Wonne, wenn ich dich mit fröhlichem Munde loben kann; wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich, wenn ich wach liege, sinne ich über dich nach. Denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flügel frohlocke ich. Meine Seele hängt an dir; deine rechte Hand hält mich« (Psalm 63:2-4)

Harmonie zwischen Kreuz und Heiligtum

»So schaue ich aus nach dir in deinem Heiligtum (Zelt der Begegnung), wollte gerne sehen deine Macht und Herrlichkeit« (Psalm 63:3)

Heiligtum: Stiftshütte

Heiligtum: Stiftshütte

Der gesamte Heiligtumsdienst basiert auf dem Dienst Jesu: Der Dienst Jesu im Heligtum ist die Konsequenz und die Anwendung des Blutes dass er damals auf Golgatha vergossen hat. Golgatha hört nicht auf Golgatha auf, sondern das Blut Jesu geht den gesamten Weg durch das gesamte Heiligtum, bis ins Allerheiligste (Hebräer 9:13-14). Wenn also ein Christ die Heiligtumslehre ablehnt ist die Kernfrage »an welches Blut glaubt er dann?«. Es gibt kein Blut Jesu dass außerhalb des Heiligtums ist (auch die Stiftshütte war vollständig umgeben von weißem Leinen (der Gerechtigkeit Jesu): Durch einen Eingang konnte man diesen »abgeschirmten« Bereich betreten: Jesus Christus, der Weg.

»Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als nur durch mich« Johannes 14:6

Wenn selbst Jesus Christus ins Heiligtum gehen musste um Gottes Plan für sein Leben zu erkennen (Lukas 2), dann müssen wir das auch. Dann müssen auch wir ins Heiligtum um zu verstehen was Gott mit uns vorhat.

Das Heiligtum sollte die Menschen ständig erinnern (2. Mose 25:8):  an die Versöhnung mit Gott für eine Gemeinschaft mit Gott und Aufzeigen des Erlösungsplanes: Das Heiligtum war der Ort an dem der sündige Mensch mit dem sündlosen Gott versöhnt wurde (3.Mose 4:27-31; 1.Johannes 1:9). Gott wollte unter ihnen wohnen und es sollte dort Versöhnung stattfinden um wieder eine Beziehung zu Gott möglich zu machen (damals als Verheißung im alten Bund; Heute im Blick auf Christus im neuen Bund). Auch wenn Gott allgegenwärtig ist gibt es selbst im Himmel einen solchen Ort wo Gott wohnt (Thron Gottes), wo die himmlischen Wesen Gott anbeten.

–> Dieses Thema wird im Abschnitt »Das Heiligtum« noch vertieft.

Mediathek (Video)

»Gott mit uns«- Christopher Kramp Hat Gott Gefühle? Kann man Gott überhaupt lieben? Und wenn ja, wie macht man das? In der kleinen Serie »Gott mit uns« beleuchtet Christopher Kramp die vielleicht faszinierendste Seite der Bibel: Die wechselvolle Geschichte einer bewegten Partnerschaft und eine eindrucksvolle Darstellung dessen, was man »Evangelium« nennt.

»Persönliche Beziehung zu Gott« – Christian Meisel 2teiliger Vortrag aus der Vortragsreihe »Wege aus der Depression«, ein Anti-Depressions-Seminar. Vor allem der tiefe biblisch-geistig orientierte Ansatz in den Vorträgen von Christian Meisel sind sehr bewegend und beschenken uns mit kostbaren Juwelen tiefer Weisheit und Erkenntnis über unsere sehr persönliche Beziehung zu Gott, wenn wir unser Herz dafür öffnen… Gott möchte uns helfen, daß er (der unsichtbare Gott) uns mehr sichtbar wird und mehr Halt bietet, als daß was wir sichtbar sehen. Mose hatte gelernt auf das Unsichtbare zu schauen, er hat es aber nicht sofort gelernt, sondern Mose lernte Schritt für Schritt mit Gott zu gehen. 1. Gottes Heilungsweg für unsere Gedanken und Gefühle
2. Die Erneuerung unseres Denkens

»Wachsen in Christus« – Christopher Kramp Wachsen in Christus ist ein lebenslanger Prozess. Doch ohne Wurzeln gibt es kein Wachstum. In dieser Serie werden wir gemeinsam die grundlegenden Fundamente der biblischen Lehre studieren und sehen, wie ein klares Verwurzeltsein im Wort Gottes uns hilft, im Alltag mit den Herausforderungen zu wachsen. Dabei ist es unerheblich, in welcher Wachstumsphase wir uns gerade befinden. Egal, ob wir gerade die ersten Schritte im aufkeimenden Glauben machen oder unsere Beziehung mit Jesus schon reiche Früchte trägt, diese neue Serie ist für jeden geeignet, der sich nach mehr sehnt. »Wachsen in Christus« stellt in 13 Folgen fundamentale Konzepte der Bibel vor, die man auch ohne jedes Vorwissen begreifen kann…

»Das richtige Gottesbild«Dr. Gerhard Padderatz Angelsächsische Versicherungs­verträge schließen den Leistungsfall aus, wenn ein „Act of God”, ein Akt Gottes, vorliegt. Im Deutschen sprechen wir von höherer Gewalt. Ist es aber wirklich Gott, der für diese Grausamkeiten verantwortlich ist? Wenn er wirklich gütig und barmherzig ist — und zugleich allmächtig, warum greift er nicht ein und verhindert das Böse? Gibt es vielleicht eine Erklärung, die uns einleuchten würde, wenn wir sie nur hätten? Tatsächlich gibt es Aussagen und Begebenheiten in der Bibel, die uns helfen können… Teil 1: Ist Gott grausam ? Teil 2: Warum greift Gott nicht ein ? Teil 3: Warum rettet Gott nicht alle Menschen, hat Gottes Macht Grenzen ?

»Gibt es einen Gott?« – Dr. Nevzat Alci Vortrag von Dr. Nevzat Alci über die Frage ob es einen Gott gibt

Quellen

Anmerkungen:

[1] Dinge die wir z.b. beim Fernsehen wahrnehmen prägen sich unserem Gedächtnis deshalb so ein, weil wir sie visuell wahrnehmen (Visualisation). Beim Fernsehen sei darauf hingewiesen daß es sich hier generell um bildhafte Vorstellungen anderer Personen handelt (also nicht unsere eigenen) und immer öfter auch um Imagination (ebenfalls anderer Personen). Der ursprüngliche Begriff Wahrnehmung deutet bereits an Wahres wahrzunehmen.

Visualisation:  Konzentrierte bildhafte Vorstellung realer Dinge oder Begebenheiten (z.B. gelbe Zitrone)

Imagination: Konzentrierte bildhafte Vorstellung nicht real existierender Dinge oder Begebenheiten (z.B. blaue Zitrone; gelbe Zitrone mit Flügel; sprechende gelbe Zitrone oder was auch immer das es nicht wirklich gibt). Im Grunde könnte man auch sagen Imagination ist die konzentrierte bildhafte Vorstellung einer Lüge.